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"Coup des Jahrzehnts" für den Tourismus

Fußball-Museum

DORTMUND Um 18.30 Uhr am Freitagabend ist eine erschöpfte, aber glückliche Dortmund-Delegation vor dem Rathaus aus dem Reisebus geklettert. Im Gepäck das Votum des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für den Bau des Fußball-Museums in Dortmund.

von Von Oliver Volmerich

, 27.04.2009 / Lesedauer: 3 min
"Coup des Jahrzehnts" für den Tourismus

Bis Mitte 2010 will die Stadt das Areal des Busbahnhofs am Königswall räumen - um Platz zu machen für das Deutsche Fußballmuseum.

Am meisten strahlte darüber der Chef des Verkehrsvereins „Dortmund-Tourismus“, Matthias Rothermund. „Genial. Das ist für uns der Coup des Jahrzehnts und die nächste Stufe unserer Tourismus-Rakete“, jubelte er. Dass Fußball ein Tourismus-Magnet ist, hat nicht zuletzt die WM 2006 gezeigt, die hunderttausende Besucher aus aller Welt in die Stadt zog. Auf mehr als 250.000 Besucher im Jahr hoffen auch die Planer des DFB-Museums, darunter viele Reisegruppen, Schulklassen und Vereine.

„Das tolle am Fußball-Museum ist, dass es kein einmaliges Ereignis, sondern dauerhaft vermarktbar ist. Das ist das, was die Reiseveranstalter wollen“, erklärte Rothermund. „In unseren Anstrengungen, Dortmund als Tourismusdestination weiter auszubauen, ist das ein gewaltiger Schritt nach vorne“, stellte auch Wirtschaftsförderungschef Udo Mager fest. Bis die Fußball-Touristen strömen, steht der Stadt aber noch viel Arbeit bevor. Denn die Planungen für das Museum auf dem Gelände des Busbahnhofs müssen jetzt schnell voran getrieben werden. Die Stadt hat sich verpflichtet, das Areal am Königswall ab Sommer 2010 unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Spätestens 2012 soll das Museum dort eröffnet werden. Möglicher Ersatzstandort für den Busbahnhof könnte der Parkplatz am Remydamm südlich der B1 werden – mit direkter Stadtbahn-Anbindung an die City.

Die kostenlose Überlassung des Baugrunds für den Museumsbau mit rund 6500 Quadratmetern Fläche plus Außengastronomie und „Spielflächen“ im Freien ist nicht die einzige Verpflichtung, die die Stadt gegenüber dem DFB eingegangen ist. So soll sich die Stadt auch zur Hälfte an der Betreibergesellschaft und damit am wirtschaftlichen Risiko beteiligen. Sollten Verluste eingefahren werden, will der DFB maximal 250.000 Euro selbst übernehmen. Doch nach den letzten Berechnungen geht man im Betrieb zumindest von einer „schwarzen Null“ aus. Nicht zuletzt, weil die Stadt helfen will, die Kosten zu minimieren – etwa in dem sie Werkstattkapazitäten und Lagerflächen der städtischen Museen im Dortmunder U zur Verfügung stellt. So bekommt die Museumsmeile, die sich von der Hansastraße bis zum „U“-Turm ziehen soll, ihren tieferen Sinn. 

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