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Das ändert sich ab 2019 auf den Linien S1, S2 und S4

S-Bahnen

Neue Betreiber, neues Zugdesign und vor allem ein neuer Fahrplan-Takt: Es ist zwar noch gut drei Jahre hin, aber dafür müssen sich S-Bahn-Nutzer auf den in Dortmund fahrenden Linien S1, S2 und S4 ab Dezember 2019 auf besonders gravierende Veränderungen einstellen. Wir erklären, was anders wird.

DORTMUND

, 23.07.2016
Das ändert sich ab 2019 auf den Linien S1, S2 und S4

So sollen die neuen S-Bahn-Züge für die Linie S4 vom Typ Flirt 3XL aussehen. Das grün-weiße Design soll es auf allen Linien geben.

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr hat sich nach einer Ausschreibung für zwei neue Betreiber entschieden. Die Linien S1 und S4 werden dann von Keolis/Eurobahn (eine Tochter der französischen Staatsbahn SNCF) betrieben, die S2 wechselt zu Abellio, einem Spross der niederländischen Staatsbahn. Die DB Regio ist dann nur noch für die Wartung und Instandhaltung der S-Bahn-Züge der S1 und S4 verantwortlich.

Für die Linien S1 und S4 werden weiter die bisherigen Fahrzeuge vom Typ ET 422 genutzt, die von der DB Regio aufgekauft werden. Für die S2 werden neue Fahrzeuge der Stadler Pankow AG vom Typ Flirt 3XL angeschafft, die auch von der Herstellerfirma instandgehalten werden. Die neuen Züge sollen einen barrierefreien Einstieg bieten und auf der Linie S2 180 Sitzplätze bieten. Kostenfreies W-LAN und Steckdosen an den Sitzplätzen sollen zum neuen Komfort gehören. Die Bahnen aller Linien rollen künftig in einem neuen, unternehmensneutralen Design in Grün und Weiß.

Trotz heftigem Protest

Wie angekündigt wird – trotz heftiger Proteste aus Dortmund – der Takt vom bisherigen 20-Minuten-Rhythmus auf eine 15- und 30-Minuten-Rhythmus umgestellt. 

  • Die S-Bahn-Linie 1 fährt montags bis freitags zwischen Dortmund und Essen alle 15 Minuten, über Essen hinaus gen Solingen alle 30 Minuten. Das ist auch der Takt für die Fahrten auf der kompletten Strecke nach 19 Uhr und an Wochenenden.  
  • Die S2 fährt zwischen Dortmund-Hauptbahnhof und Mengede im 15-Minuten-Takt – allerdings nur in der Hauptverkehrszeit montags bis freitags von 6 bis 9 Uhr und von 13.30 Uhr bis 18.30 Uhr. In der übrigen Zeit wird der Takt von 20 auf 30 Minuten ausgedünnt. Über Mengede hinaus geht es im 30-Minuten-Takt nach Herne und von dort jeweils stündlich weiter nach Essen oder Recklinghausen.  
  • Die S4 fährt nach einem ähnlichen Rhythmus: montags bis freitags von 6 bis 9 Uhr und von etwa 13.30 Uhr bis 18 Uhr im 15-Minuten-Takt zwischen Lütgendortmund und Unna-Königsborn, in der übrigen Zeit nur noch alle 30 Minuten bis Unna.  
  • Die S5 ist von der Umstellung nicht betroffen. Sie fährt werktags ohnehin schon im 30-Minuten-Takt zwischen Dortmund Witten bzw. Hagen. Betreiber bleibt die DB.

Nicht zum Takt passend

Die Umstellung vom durchgehenden 20- auf einen 15- und 30-Minuten-Takt ist nicht nur wegen der Wechsel schwerer zu merken, er passt auch nicht mehr zum bisherigen Takt der Busse und Bahnen in Dortmund. Die Proteste von Betreiber DSW21 und Stadt waren allerdings vergeblich – sieht man einmal davon ab, dass DSW für eine Übergangszeit für den eventuellen Mehraufwand eine Ausgleichszahlung erhalten soll.

Bei DSW hat man sich noch nicht endgültig die Karten gelegt, wo und wie man vor allem den Bus-Takt an den neuen S-Bahn-Rhythmus anpasst. Betroffen ist vor allem der Dortmunder Westen mit allein 20 Verknüpfungspunkten. „Es wird alles ein wenig komplizierter“, prophezeit DSW-Sprecher Bernd Winkelmann. Fest steht immerhin, dass es bei der bisherigen Verknüpfung der S-Bahn-Linien S2 und S4 in Dorstfeld bleiben soll. 

 

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