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Das Einsatzkonzept der Polizei ist aufgegangen

Protest gegen Neonazis

Die Polizei hatte Krawalle befürchtet und war vorbereitet. Doch einen Tag nach dem Aufmarsch von 380 Neonazis und den Gegendemonstrationen steht fest: Auch in der Nacht zu Sonntag ist es friedlich geblieben - das neue Einsatzkonzept der Polizei ist aufgegangen.

DORTMUND

von Von Peter Bandermann

, 01.04.2012 / Lesedauer: 2 min

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Antifa-Demo gegen Gewalt in Dorstfeld

Antifaschistische Organisationen haben in Dorstfeld friedlich gegen Gewalt durch Rechtsextremisten demonstriert. Die Demonstranten kritisierten, dass die Polizei die Demo filmt. Die Polizei forderte vereinzelte Teilnehmer auf, Vermummungen abzulegen.
31.03.2012
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Antifaschistische Demonstranten ziehen über das Kortental in Dorstfeld zur Wittener Straße.© Foto: Peter Bandermann
Polizei an der Universität vor dem Demo-Beginn.© Foto: Peter Bandermann
"Rechte Gewalt unmöglich machen" - das war das Motto der Antifa.© Foto: Peter Bandermann
Einsatzbesprechung der Polizei an der Uni.© Foto: Peter Bandermann
Diese Initiative will Neonazis zum Ausstieg bewegen.© Foto: Peter Bandermann
Polizei an der Uni.© Foto: Peter Bandermann
© Foto: Peter Bandermann
Die Antifa-Demo startete an der Uni.© Foto: Peter Bandermann
Einsatzhunderschaft der Polizei an der Uni.© Foto: Peter Bandermann
Die Polizei ist den ganzen Tag über mit Einsatzhundertschaften in der Stadt unterwegs.© Foto: Peter Bandermann
Antifa-Demo in Dortmund: Start der Kundgebung an der Universität.© Foto: Peter Bandermann
Die Antifa-Demo startete an der Uni und verlief bis zum Ende in Unterdorstfeld friedlich.© Foto: Peter Bandermann
Die Demo zieht über den Vogelpothsweg Richtung Dorstfeld.© Foto: Peter Bandermann
Auf dem Vogelpothsweg zwischen Universität und Dorstfeld.© Foto: Peter Bandermann
Die Polizei war stets an der Spitze der Demonstration.© Foto: Peter Bandermann
Die Polizei forderte dazu auf, Vermummungen abzulegen.© Foto: Peter Bandermann
Auf dem Vogelpothsweg.© Foto: Peter Bandermann
Demonstranten wiederum kritisierten mehrfach, dass die Polizei die Versammlung filmt.© Foto: Peter Bandermann
Auf dem Vogelpothsweg stoppte die Polizei die Demo kurzzeitig - weil einige Demonstranten vermummt waren.© Foto: Peter Bandermann
Klare Aussage zum Rechtsextremismus.© Foto: Peter Bandermann
Auf der Wittener Straße.© Foto: Peter Bandermann
Antifa-Demo in Dorstfeld.© Foto: Peter Bandermann
Auf der Wittener Straße.© Foto: Peter Bandermann
Demo auf der Wittener Straße.© Foto: Peter Bandermann
Die Polizei musste den Verkehr kurzzeitig umleiten.© Foto: Peter Bandermann
Die Straße Am Hartweg wurde kurzzeitig gesperrt.© Foto: Peter Bandermann
Zwischenkundgebung in Oberdorstfeld, wo Mitglieder der Skinheadfront Dorstfeld wohnen.© Foto: Peter Bandermann
Antifa-Demonstration durch Dorstfeld.© Foto: Peter Bandermann
Antifa-Demonstration durch Dorstfeld.© Foto: Peter Bandermann
Antifa-Demonstration durch Dorstfeld.© Foto: Peter Bandermann
Antifa-Demonstration durch Dorstfeld.© Foto: Peter Bandermann
Antifa-Demonstration durch Dorstfeld.© Foto: Peter Bandermann
Darum geht's der Antifa - und anderen Organisationen in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Auf der Hügelstraße in Dorstfeld kommt es zu einer kurzen Diskussion mit der Polizei.© Foto: Peter Bandermann
Demo auf der Adalbertstraße in Dorstfeld.© Foto: Peter Bandermann
Abschlusskundgebung der Antifa in Dorstfeld.© Foto: Peter Bandermann
Ankunft am Wilhelmplatz: Hier fand für 30 Minuten eine Abschlusskundgebung statt.© Foto: Peter Bandermann

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Kreativer Protest am Rand der Nazi-Demo

Am Rande des Demogeschehens kam es immer wieder zu kreativen Protestaktionen und Kundgebungen.
31.03.2012
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Wer auf den Westenhellweg wollte, der musste an diesen Polizisten vorbei. Die kontrollierten bei Bedarf die Taschen der Passanten.© Foto: Dieter Menne
Im Bereich Katharinentreppe informierten diese Teletubbies der Grünen gegen Rechts.© Foto: Dieter Menne
Teletubbies gegen Rechts.© Foto: Dieter Menne
Kreativer Protest: Bündnis 90/die Grünen als Teletubbies gegen Rechts.© Foto: Dieter Menne
Volker Beck, parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen, sprach sich für Toleranz und gegen rechte Gewalt aus.© Foto: Dieter Menne
Zu einer Kundgebung hatte Bündnis90/die Grünen im Bereich der Katharinentreppe aufgerufen. Es sprachVolker Beck, parlamentarischer Geschäftsführer der Partei.© Foto: Dieter Menne
Bündnis 90/die Grünen setzten ein Zeichen gegen Nazis.© Foto: Dieter Menne

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Mehr Bilder von den Demos in Dortmund

Eine gescheiterte Blockade und ein von friedlichem Protest gegen Nazis geprägtes Gesamtergebnis: In Dortmund sind Rechtsextremisten marschiert - und haben vielfältigen Protest in direkter Nähe zu spüren bekommen. Die Neonazis wirkten wie Fremdkörper in der Stadt.
31.03.2012
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Oh-Oh: Auch die Teletubbies sind gegen Nazis. Mitglieder der Grünen sind in die Kostüme geschlüpft.© Foto: Peter Bandermann
Das "Bündnis Dortmund nazifrei" war mit einem Blockadeversuch auf der Rheinischen Straße gescheitert, zog dennoch eine zufriedene Bilanz. Denn die Demonstranten konnten in Hör- und Sichtweite gegen den Naziaufmarsch protestieren.© Foto: Peter Bandermann
Häufig zu sehen war auch die Reiterstaffel der Polizei.© Foto: Peter Bandermann
Häufig zu sehen war auch die Reiterstaffel der Polizei.© Foto: Peter Bandermann
Häufig zu sehen war auch die Reiterstaffel der Polizei.© Foto: Peter Bandermann
Oh-Oh: Auch die Teletubbies sind gegen Nazis. Mitglieder der Grünen sind in die Kostüme geschlüpft.© Foto: Peter Bandermann
Oh-Oh: Auch die Teletubbies sind gegen Nazis. Mitglieder der Grünen sind in die Kostüme geschlüpft.© Foto: Peter Bandermann
Oh-Oh: Auch die Teletubbies sind gegen Nazis. Mitglieder der Grünen sind in die Kostüme geschlüpft.© Foto: Peter Bandermann
Das ist nicht Raumschifff Enterprise, sondern ein neuer Wasserwerfer der Polizei.© Foto: Peter Bandermann
Die Polizei war mit deutlich weniger Straßensperren ausgekommen.© Foto: Peter Bandermann
© Foto: Peter Bandermann
© Foto: Peter Bandermann
© Foto: Peter Bandermann
Das "Bündnis Dortmund nazifrei" war mit einem Blockadeversuch auf der Rheinischen Straße gescheitert, zog dennoch eine zufriedene Bilanz. Denn die Demonstranten konnten in Hör- und Sichtweite gegen den Naziaufmarsch protestieren.© Foto: Peter Bandermann
Das "Bündnis Dortmund nazifrei" war mit einem Blockadeversuch auf der Rheinischen Straße gescheitert, zog dennoch eine zufriedene Bilanz. Denn die Demonstranten konnten in Hör- und Sichtweite gegen den Naziaufmarsch protestieren.© Foto: Peter Bandermann
Die Polizei war mit deutlich weniger Straßensperren ausgekommen.© Foto: Peter Bandermann
Die Polizei war mit deutlich weniger Straßensperren ausgekommen.© Foto: Peter Bandermann
Häufig zu sehen war auch die Reiterstaffel der Polizei.© Foto: Peter Bandermann
Häufig zu sehen war auch die Reiterstaffel der Polizei.© Foto: Peter Bandermann
© Foto: Peter Bandermann
Das "Bündnis Dortmund nazifrei" war mit einem Blockadeversuch auf der Rheinischen Straße gescheitert, zog dennoch eine zufriedene Bilanz. Denn die Demonstranten konnten in Hör- und Sichtweite gegen den Naziaufmarsch protestieren.© Foto: Peter Bandermann
Das "Bündnis Dortmund nazifrei" war mit einem Blockadeversuch auf der Rheinischen Straße gescheitert, zog dennoch eine zufriedene Bilanz. Denn die Demonstranten konnten in Hör- und Sichtweite gegen den Naziaufmarsch protestieren.© Foto: Peter Bandermann
© Foto: Peter Bandermann
Das "Bündnis Dortmund nazifrei" war mit einem Blockadeversuch auf der Rheinischen Straße gescheitert, zog dennoch eine zufriedene Bilanz. Denn die Demonstranten konnten in Hör- und Sichtweite gegen den Naziaufmarsch protestieren.© Foto: Peter Bandermann
Das "Bündnis Dortmund nazifrei" war mit einem Blockadeversuch auf der Rheinischen Straße gescheitert, zog dennoch eine zufriedene Bilanz. Denn die Demonstranten konnten in Hör- und Sichtweite gegen den Naziaufmarsch protestieren.© Foto: Peter Bandermann
Das "Bündnis Dortmund nazifrei" war mit einem Blockadeversuch auf der Rheinischen Straße gescheitert, zog dennoch eine zufriedene Bilanz. Denn die Demonstranten konnten in Hör- und Sichtweite gegen den Naziaufmarsch protestieren.© Foto: Peter Bandermann
© Foto: Peter Bandermann
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Die Polizei zeigt mit einer Politik der 1000 Nadelstiche den Rechtsextremisten in der Stadt, wo es lang geht.© Foto: Peter Bandermann
Die Landes- und die Bundespolizei war permanent mit Hubschraubern im Einsatz.© Foto: Peter Bandermann

Es war friedlicher Protest, der am Samstag das Bild prägte. Die Demonstrationen gegen den Aufmarsch von 380 Rechtsradikalen blieben gewaltfrei. Beim Antikriegstag 2011 war es zu schweren Ausschreitungen in Dortmund gekommen.  Vor dem „West-Center“ an der Rheinischen Straße scheiterten Blockade-Versuche des „Bündnis Dortmund nazifrei“, das zu zivilem Ungehorsam aufgerufen hatte. Doch das Fazit des Bündnis-Mitarbeiters Alexander Wuttke und seiner Mitstreiter fiel am Samstagabend ausgewogen aus: Das Bündnis bedauerte das Scheitern der Blockaden und begrüßte die „kooperative Strategie“ der Polizei.

Die Polizei hatte ihre nach Demonstrationen immer wieder in die Kritik geratene Strategie der weiträumigen Absperrungen aufgegeben und damit den Protest gegen Neonazis auf kürzester Distanz ermöglicht. Zugleich setzte die Polizei im Umgang mit Demonstranten auf eine flexible Strategie, um friedlichen Protest gegen Neonazis zu schützen.

 Die Kehrseite der so ermöglichten Nähe: Als der Aufmarsch der Nazis am Abend das „West-Center“ erreichte, nutzt ein Ordner der Rechtsextremisten die Nähe zu den Gegendemonstranten, um deren Gesichter zu filmen.Als „Zwischenfall“ ist der Wurf von Wasserbechern in die Gruppe der Neonazis vor einem Eiscafé zu bewerten. Einsatzkräfte beendeten eine anschließende Rangelei.Als laut Polizei „mehrere hundert gewaltsuchende Personen“ in Kleingruppen zur Marschroute der Rechtsextremisten auf der Rheinischen Straße drängten, sperrten Hundertschaften die kleinen Seitenstraßen ab, die auf die Hauptstraße führen. Teile des Westend-Viertels waren damit unvermeidbar, aber nur kurzfristig abgeriegelt, so dass die Anwohner des Quartiers kaum eingeschränkt waren und der friedliche Protest der Bündnis-Demonstranten nicht gefährdet wurde. 

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Nazi-Marsch und Protest

Von ihrer Kundgebung an der Bahnhofstraße zogen die Rechtsextremisten über die Rheinische Straße in Richtung Dorstfeld. Dort schlug ihnen lautstarker Protest entgegen.
31.03.2012
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Die Landesreiterstaffel der Polizei sicherte die Demo-Strecke.© Foto: Dieter Menne
Zwischenzeitlich war der Wall gesperrt.© Foto: Dieter Menne
Auch die Landesreiterstaffel der Polizei war im Einsatz.© Foto: Dieter Menne
Nazis für die Tonne meinen diese Demonstranten.© Foto: Dieter Menne
Bunt statt braun lautete das Motto der Nazi-Gegner.© Foto: Dieter Menne
Stinkefinger gegen Nazis: Hinter den Absperrungen protestierten diese Teilnehmer gegen den Aufmarsch der Rechtsextremisten.© Foto: Dieter Menne
Von der Bahnhofstraße zogen die Neonazis unterm U-Turm in Richtung Rheinische Straße.© Foto: Dieter Menne
Lautstarker Protest: Diese Demonstranten bereiteten den Neonazis auf der Rheinischen Straße einen ungemütlichen Empfang.© Foto: Dieter Menne
Abgeschirmt von Polizisten konnten Bürger in Höhe des West-Centers gegen die Neonazis protestieren.© Foto: Dieter Menne
Eine Stadt ohne Nazis wünschen sich die Bürger und gaben diesem Wunsch lautstark Ausdruck.© Foto: Dieter Menne
Lautstarker Protest gegen Nazis am West-Center.© Foto: Dieter Menne
Am West-Center trafen Neonazis und Gegner aufeinander. Letzere empfingen die Rechtsextremisten mit lautem Protest.© Foto: Dieter Menne
Die Rechtsextremisten zogen gegen Abend über die Rheinische Straße.© Foto: Dieter Menne
Statement am U-Turm: "Ich, der Turm, fand Nazis schon damals uncool."© Foto: Dieter Menne

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Nazi-Demo: Viele Einsatzkräfte der Polizei

Riesige Kolonnen mit Einsatzfahrzeugen und schweres Gerät: Die Polizei ist mit einem Großaufgebot in der Stadt präsent. Auch ein Wasserwefer und gepanzerte Fahrzeuge stehen bereit.
31.03.2012
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In langen Kolonnen stehen die Einsatzkräfte der Polizei bereit.© Foto: Dennis Werner
Mit gepanzerten Fahrzeugen ist die Polizei für das Äußerste gerüstet.© Foto: Dennis Werner
Mit vielen Einsatzkräften sichert die Polizei den Hauptbahnhof.© Foto: Dennis Werner
Im Bereich Kampstraße stehen verschiebbare Absperrungen, doch Fahrzeuge und Fußgänger können durch.© Foto: Dennis Werner
Panzerfahrzeug unterm U: Die Polizei hat sich auf Barrikaden vorbereitet.© Foto: Dennis Werner
In der Unionstraße stehen diese schweren Fahrzeuge der Polizei.© Foto: Dennis Werner
Im Bereich Harenberg City Center sind besonders viele Einsatzkräfte stationiert. Hier planen die Neonazis eine Kundgebung.© Foto: Dennis Werner
Mit schwerem Gerät ist die Polizei in der Innenstadt präsent: Ein großer Wasserwerfer udn ein Fahrzeug zur Räumung von Barrikaden stehen bereit.© Foto: Dennis Werner
Im Bereich der Bahnhofstraße, wo die Rechtsextremisten Konzert und Kundgebung veranstalteten, zeigten viele Polizisten Präsenz.© Foto: Dieter Menne

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