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Das Sonnensegel steht vor dem Aus

Westfalenpark

Hiobsbotschaft für Freunde des Westfalenparks: Das Sonnensegel ist erneut gesperrt und fällt als Veranstaltungsort aus. Es ist völlig unklar, ob die Holzkunstruktion überhaupt zu retten ist.

DORTMUND

von Von Oliver Volmerich

, 01.02.2013 / Lesedauer: 2 min
Das Sonnensegel steht vor dem Aus

Das Sonnensegel im Westfalenpark ist gesperrt, der Weg davor allerdings wieder geöffnet.

Schon 2008/2009 musste die Holzkonstruktion des Sonnensegels saniert werden. Der Bau von 1969 bekam damals für 240 000 Euro ein Stahlkorsett, um die Standfestigkeit zu sichern, verbunden mit der Auflage einer jährlichen Überprüfung.

 Die fand für dieses Jahr bereits statt – und fiel negativ aus. Für Veranstaltungen unter dem Sonnensegel gibt es keine Freigabe, berichtete Westfalenpark-Leiterin Annette Kulozik auf Anfrage. Davon betroffen ist nicht nur das Festival Juicy Beats, sondern etwa auch die Mai-Veranstaltung der Gewerkschafter, der Musikschultag und diverse Partys.Der festgestellte Schaden an der 44 Jahre alten Holzkonstruktion ist nach ersten Untersuchungen vielfältig, reicht von Morschungen bis Pilzbefall, erklärt Annette Kulozik. Deshalb muss jetzt zunächst geklärt werden, ob eine Sanierung überhaupt möglich ist.

Falls das Sonnensegel noch zu retten ist, dürfte es auf jeden Fall teuer werden, fürchtet die Westfalenpark-Chefin. Schon 2008 hatte ein Holzbau-Experte die Kosten für eine Rundum-Sanierung auf 1 Million Euro beziffert. Die Politik hatte sich damals nach langer Diskussion zu der 240.000 Euro teuren Notoperation durchgerungen.  Immerhin: Eine weiträumige Absperrung des Sonnensegels, die auch Hauptwege betrifft, ist erst einmal nicht nötig. „Nur an den Schneetagen haben wir wegen der zusätzlichen Schneelasten auf dem Dach auch die Wege im Umfeld abgesperrt“, so Annette Kulozik. Jetzt muss sich die Verwaltung die Karten legen, wie es mit dem Sonnensegel weiter geht.

Das ist das Sonnensegel
Das Sonnensegel wurde 1969 zur Gartenschau „Euroflor“ im Westfalenpark gebaut und diente anfangs als Informationszentrum des Zentralverbandes Gartenbau. Architektonisch ist das 1400 Quadratmeter große zeltartige Holzdach von besonderer Bedeutung. Architekt Günter Behnisch übte damit gewissermaßen für die freitragende Dachkonstruktion der Anlagen für die Olympischen Spiele 1972 in München.

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