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Defizit-Abbau kostet Stadt Millionen

Klinikum

Das Defizit des Klinikums schrumpft gegen Null, aber den Preis dafür zahlt die Stadt: Fast 4,7 Millionen Euro werden insgesamt fällig, sollte das Beratungsunternehmen Roland Berger am Ende noch ein weiteres Jahr dran hängen und erfolgreich bleiben.

DORTMUND

von von Ulrike Böhm-Heffels

, 02.11.2010 / Lesedauer: 2 min

Erfolgsabhängig – je nach Grad der Ziel-Erreichung also – addieren sich fürs vergangene Jahr 470 000 Euro netto hinzu und für dieses Jahr maximal 110 000 Euro. Wenn die Berater von Roland Berger bis einschließlich 31. Oktober 2011 bleiben dürfen (der Rat muss noch entscheiden), kosten ihre guten Tipps weitere 990 000 Euro (netto) und maximal 198 000 Euro, falls den Berger-Männern der Erfolg auch 2011 hold bleibt. Die gute Arbeit des Unternehmens scheint unstrittig: Summierte sich das Defizit von Westfalens größtem Krankenhaus 2008 noch auf 14 Millionen Euro, in dem Jahr also, bevor die Wirtschaftsberater kamen, schmolz es kontinierlich ab auf höchstens 2 Mio. Euro am Ende dieses Jahres.

Klinikum-Hauptgeschäftsführerin Mechthild Greive hatte im September nicht ausgeschlossen, dass man – erheblich früher, als vom Gesellschafter verlangt – schwarze Zahlen schreibe. 2012 will die Stadt-Tochter Klinikum wieder Gewinne in Millionenhöhe einfahren, um Investitionen aus eigener Tasche stemmen zu können. Die sind auch nötig, denn nach Fertigstellung des neuen Zentral-Operationstraktes samt Gynäkologie und Geburtshilfe in den Obergeschossen muss das Westfälische Kinderzentrum verwirklicht werden, der Neubau der Kinderklinik.

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