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Diese 30 Dortmunder Architektur-Schätze müssen Sie sehen!

Tourismus

Dortmund gilt nicht gerade als Hochburg guter Architektur. Aber es ist wie immer: Die Stadt entpuppt sich erst auf den zweiten Blick als Diamant. Architekt Richard Schmalöer hat mehr als zweimal hingeschaut - und 30 spannende Dinge entdeckt, die oft im Verborgenen schlummern.

DORTMUND

von Richard Schmalöer

, 30.07.2014

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Hand auf's Herz: Wie viele Dortmunder kennen den Grabbeplatz? Wer war schon mal an den filmreif-romantischen Höfen in Löttringhausen? Und wem ist das Besondere an der Unterführung an der Huckarder Straße bewusst? Wenn es um Architektur und Städtebau geht, verhält es sich in Dortmund wie immer: Die Stadt entpuppt sich erst auf den zweiten Blick als spannend.

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Der Dortmunder Architekt Richard Schmalöer vom Büro Schamp und Schmalöer hat sich für uns auf eine Reise durch seine Stadt begeben — und hat 30 Dinge entdeckt, die vielen Dortmunder womöglich nie aufgefallen sind. Seine Tipps finden Sie oben in der Karte!

"Wachküssen oder schlummern lassen? Das ist die Frage, die sich mir stellt, wenn ich darüber nachdenke, welche Orte mir in Dortmund besonders gut gefallen. Denn tatsächlich habe ich eine sehr große Vorliebe für das Unentdeckte, das Verborgene, oder das eben erst Vergessene. Solche Orte üben einen besonderen Reiz auf mich aus. Ihr Zauber liegt für mich im ungenutzten Potenzial — gleichzeitig aber auch im Bewahren des Vergangenen, verbunden mit der Hoffnung auf eine noch lange währende Zukunft, in der sich nur kleine Veränderungen vollziehen, die den ursprünglichen Charakter nicht verändern. Manchmal ist es mir gelungen, solche Orte für mich selbst zu entdecken, sie sogar als Bauherr und Architekt mit neuem Leben zu füllen — so vorsichtig, dass Ihre Geschichte nicht verdrängt wird. Beispiel sind unser Labor auf Phoenix West, unser Bunker oder mein privates Wohnhaus in der Tullstraße in Hörde. Ein seltener Glücksfall für Objekt und Architekten. Orte wie diese suche ich in jeder Stadt mit großer Begeisterung auf. In Berlin zum Beispiel ist es die Gastronomie in Werner Duttmanns Akademie der Künste, in der sogar die Kluft der Kellner noch aus der Bauzeit zu stammen scheint. Oder der kleine Platz "Sant Felipe Neri" in Barcelona, in dessen 300 Jahre alten Mauern noch Einschusslöcher aus dem Bürgerkrieg zu sehen sind und der einer Schule als Pausenhof dient (und so regelmäßig aus der Stille herausgerissen und von Kinderlärm erfüllt wird). Das sind Orte, an denen die Zeit langsamer zu vergehen scheint. Manchmal steht sie sogar still. Und solche Orte gibt es auch, vielerorts unentdeckt hier bei uns in Dortmund."

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