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Dortmunder Firma stellt Gute-Laune-Manager ein

Urlaubsguru

Job-Profil: Gute Laune verbreiten. Bastian Risse sorgt jeden Tag dafür, dass sich die Mitarbeiter der Uniq GmbH bei der Arbeit wohlfühlen und Spaß haben. Der 34-Jährige ist seit vier Wochen der Feel-Good-Manager bei dem Dortmunder Unternehmen, das unter anderem das Blog Urlaubsguru betreibt. Jetzt kümmert er sich um Massagen, Karaoke - und manchmal auch um Bier.

DORTMUND

, 21.10.2014
Dortmunder Firma stellt Gute-Laune-Manager ein

Wer gerade mal auf andere Gedanken kommen muss, kann kickern oder an der Basketball-Maschine Körbe werfen. Bastian Risse (2.v.l.) kümmert sich um kleine Turniere.

Am Dienstagvormittag hat Bastian Risse schon zwei Mitarbeiter glücklich gemacht. Er kommt gerade aus der Innenstadt und hat einen Mietvertrag für eine WG unterschrieben. Zwei ausländische Praktikanten waren von ihrem Vermieter praktisch vor die Tür gesetzt worden. Verzweifelt wendeten sie sich an den Feel-Good-Manager. Für die Wohnungssuche reichte ihr Deutsch nicht. Also durchforstete er das Internet, schaute Wohnungen an – und hat ihnen nun eine neue Bleibe besorgt. „Die beiden hatten deswegen Tränen in den Augen“, sagt er – und fühlt sich selbst auch gleich ein bisschen besser.

Bastian Risse soll den Arbeitsplatz für die 81 Mitarbeiter des Unternehmens möglichst attraktiv gestalten. „Wenn Mitarbeiter motiviert und engagiert sind, arbeiten sie besser“, sagt Pressesprecher Jens Krömer. Deshalb habe sich Uniq entschieden, einen Feel-Good-Manager einzustellen. Auch, um eine freundschaftliche Atmosphäre in dem Unternehmen zu schaffen, dem neben dem Zugpferd "Urlaubsguru" auch Blogs wie Schnäppchenfee, Mein Haustier, Prinz Sportlich gehören. Mehr als 200 Bewerbungen habe es gegeben. Bastian Risse trauen die beiden Firmeninhaber, Daniel Krahn und Daniel Marx, diese Aufgabe zu. Der 34-Jährige Risse kennt Dortmund: Er hat hier eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann gemacht, anschließend BWL studiert. In den vergangenen zwei Jahren war er als Kite-Lehrer in der Welt unterwegs.

Jetzt liest er Mitarbeitern ihre Wünsche von den Augen. Zumindest fast. Mit jedem Angestellten hat Risse Gespräche geführt, über die Arbeit, Hobbys, Leidenschaften, Ideen gesprochen. Das möchte er bei seiner Aufgabe berücksichtigen. „Die Leute sollen auch mal vom Computer wegkommen“, sagt er. Deshalb gibt’s einen Kicker und einen Basketball-Korb – um zwischendurch abschalten zu können. Einen Karaoke-Abend hat Risse schon organisiert, bald kommt ein Kinoabend. Am Wochenende feiern alle Mitarbeiter ein von ihm auf die Beine gestelltes Oktoberfest.

Im Großraumbüro steht täglich frisches Obst. Darauf hat der Feel-Good-Manager ein Auge. Ein aktuelles Projekt: In einem freien Raum soll ein Fitnessstudio entstehen und ein Physiotherapeut soll den Mitarbeitern ebenfalls bald zur Verfügung stehen. Nacken massieren wird Bastian Risse nicht selbst – aber er sorgt dafür, dass das jemand übernimmt. „Hier soll ein Gemeinschaftsgefühl entstehen“, sagt er. Er versucht die Hobbys zu vernetzen, den Praktikanten die Stadt zu zeigen. „Wenn wir neue Mitarbeiter haben, schaue ich, dass sie gut ankommen und sich kennenlernen“, sagt Risse.

Die Kollegen wissen das zu schätzen. „Es ist schön zu wissen, dass wir jemanden haben, der die Stimmung auflockert“, sagt Christina Nielsen (23). „Es ist gut, einen Ansprechpartner zu haben“, sagt Thilo Podann (27). Langeweile habe er in vier Wochen noch keine gehabt, sagt Bastian Risse. „Man muss auf jeden Fall multitaskingfähig sein. Aber es macht tierisch Spaß.“ Und das schönste an diesem Wohlfühl-Job: Die Ergebnisse seiner Arbeit könne er schnell sehen: in den zufriedenen Gesichtern der Kollegen.

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