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Dortmunder leitet Merkel-Seite auf Pofalla-Klamauk um

angelamerkel.info

Einmal "Angela Merkel" kostet 11,80 Euro: Der Dortmunder TU-Student Ramin Fleckner hat die Internet-Domain angelamerkel.info gekauft - und sie auf eine Seite umgeleitet, die Kanzleramts-Chef Roland Pofalla veräppelt. Nun wartet Fleckner auf einen Anruf aus Berlin.

DORTMUND

von Von Thomas Thiel

, 19.08.2013

Das wird der Kanzlerin nicht gefallen: Nachdem schon die Internetadresse "angelamerkel.de" auf den offiziellen Webauftritt der SPD umleitet, wird nun auch mit dem Domain-Namen "angelamerkel.info" aus ihrer Sicht Unfug getrieben. Wer diese URL in das Browser-Fenster eingibt, landet auf dem Klamauk-Blog "Pofalla beendet Dinge". Der Blog macht sich über die Aussage des Kanzleramts-Chefs Roland Pofalla lustig, der vergangene Woche die NSA-Spähaffäre kurzerhand für beendet erklärte. Auf der Satire-Seite pofallabeendetdinge.de ließen Spaßvögel Pofalla daraufhin alle möglichen Dinge beenden, etwa den Sendebetrieb von RTL, das iranische Atomprogramm oder den Nahost-Konflikt.

Hinter der Verbindung von "angelamerkel.info" mit dem Witz-Blog steckt ein Dortmunder: Ramin Fleckner (22), TU-Student und selbstständiger Internet- und Mediendesigner, sicherte sich vergangene Woche die Domain mit dem Kanzlerinnen-Namen, die nicht zu verwechseln ist mit der offiziellen Seite von Angela Merkel ("angela-merkel.de")."Die Domain hat nur 11,80 Euro gekostet, daher dachte ich mir, gönn' ich mir den Spaß mal", erklärt Ramin Fleckner. Über Facebook fragte der Student, wohin er denn verlinken sollte. Eine Freundin schlug die Pofalla-Klamaukseite vor. "Die Sache ist nicht wirklich streng politisch", so Fleckner. Aber ein CDU-Fan sei er auch nicht.

Weitere Pläne hat der TU-Student mit "angelamerkel.info" nicht. "Ich habe die Domain für zwölf Monate im Voraus bezahlt, vielleicht leite ich sie noch auf andere lustige Seiten um."  Sollte sich Angela Merkel bei ihm melden und die Seite für sich reklamieren, würde Fleckner die Domain aber wohl oder übel abtreten. "Schließlich hat sie ja die Namensrechte." Auf ein Gerichtsverfahren würde er es nicht ankommen lassen. Doch bisher habe er noch keinen Anruf aus dem Kanzleramt bekommen - kein Wunder: Unserer Redaktion sagte die CDU-Pressestelle, dass sie noch nichts über "angelamerkel.info" wüsste. Sie würde den Fall aber prüfen.

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