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Dortmunder Neonazi hatte Kontakt zu Mitglied der Terrorszene

Rechtsextremismus

Ein führender Aktivist der "Autonomen Nationalisten" in Dortmund-Dorstfeld hatte Kontakt zu einem am Dienstag festgenommenen mutmaßlichen Mitglied der rechtstextremistischen Terrororganisation "NSU".

DORTMUND

von Von Peter Bandermann

, 29.11.2011 / Lesedauer: 2 min
Dortmunder Neonazi hatte Kontakt zu Mitglied der Terrorszene

Der frühere NPD-Funktionär Ralf Wohlleben, aufgenommen am 18.08.2007 während einer NPD-Demonstration in Jena.

Der am Dienstag festgenommene Ralf Wohlleben soll den Terroristen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ die Tatwaffe und die Munition für mindestens sechs Morde beschafft haben.

  Zum Kontakt zwischen dem Dortmunder und dem mutmaßlichen Rechtsterroristen aus Jena kam es beim „8. Thüringentag“ im Juni 2009. Wohlleben hatte das Festival organisiert und den Dortmunder „Kameraden“ dazu eingeladen.  Dieser war mit einem Informationsstand für den bevorstehenden Antikriegstag 2009 vor Ort – und hielt vor Publikum eine Rede. Er forderte den „ideologischen Fortbestand von Volk und Rasse“. Beides werde „uns nicht geschenkt, wir müsen sie erkämpfen“, so der Redner aus Dortmund.

  Weitere Redner sprachen von einer „nationalen Revolution“ und erklärten, dass sie das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ablehnen. Die Neonazi-Band „Frontalkraft“ transportierte auf dem Thüringentag mit hartem Rock die zur Gewalt passende Musik: „Schwarz ist die Nacht, in der wir siegen. Weiß sind die Männer, die für Deutschland siegen. Rot ist das Blut auf dem Asphalt.“   Dass der Aktivist aus Dortmund am Thüringentag teilgenommen, dort eine Rede gehalten und Kontakte zu dem festgenommenen Ralf Wohlleben hat, stellt ihn nicht automatisch unter Terrorverdacht. Jedoch ist dies ein weitere Hinweis darauf, dass die „Autonomen Nationalisten“ aus Dortmund bundesweit sehr gut vernetzt sind. Kontakte gibt es lokal und national von den Dortmundern auch zur NPD.

  Von weiteren Kontakten der Dortmunder Szene zur Terrorszene ist weder beim Generalbundesanwalt in Karlsruhe, der die Ermittlungen führt, noch beim Landeskriminalamt in Düsseldorf oder bei lokalen Behörden etwas zu erfahren.

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