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Dortmunder Volksbank stellt Bezahlverfahren Paydirekt vor

Alternative zu Paypal

Vor elf Jahren kam Paypal nach Deutschland - viele Nutzer bezahlen längst über das Portal ihre Online-Einkäufe. Nun startet eine Allianz deutscher Banken ein eigenes Online-Bezahlverfahren: Paydirekt. Die Dortmunder Volksbank startet damit im November, die Sparkasse Dortmund erst 2016. Wir beantworten die fünf wichtigsten Fragen.

DORTMUND

, 09.09.2015
Dortmunder Volksbank stellt Bezahlverfahren Paydirekt vor

Sie stellten Paydirekt vor (v.l.): Carsten Jäger, Leiter Marketing und Vorstandsstab der Dortmunder Volksbank, Ralf Hoof, Leiter E-Business, Michael Martens (Vorstandsmitglied) und Florian Neumann (Filiale Internet).

Wer steht hinter Paydirekt - und warum kommt das System?

Zahlreiche deutsche Banken machen bei Paydirekt' tag=' gemeinsame Sache: Ob Privatbanken wie Deutsche Bank, Commerzbank, Targobank und Diba, Volks- und Raiffeisenbanken oder die Sparkassen - die Geldinstitute kooperieren bei dem Projekt. Den US-amerikanischen Marktführer Paypal gibt es schon seit 2004 in Deutschland; und das Geschäft wächst und wächst. Obwohl recht spät, wollen die deutschen Banken die Dominanz von Paypal nun aufbrechen: Mit Paydirekt möchten sie ihren Kunden die Möglichkeit bieten, Online-Zahlungen bei Händlern über ihre jeweilige Hausbank und nicht über Dritten - wie Paypal und andere Unternehmen - abzuwickeln. Woher der Name Paydirekt kommt? 

Wie kommt der Name Paydirekt zustande?

„Pay“, weil sich der Begriff im Internet etabliert habe, sagt Carsten Jäger, Leiter Marketing und Vorstandsstab der Dortmunder Volksbank; „direkt“ mit „k“, weil es ein deutsches Angebot ist.

Was sind die Vorteile von Paydirekt?

Paydirekt funktioniert praktisch wie Paypal auch: Wer online bei einem Händler einkauft, klickt beim Bezahlen auf den Paydirekt-Button, gibt Benutzernamen und Kennwort ein – fertig. Als Vorteile von Paydirekt nennen die Banken die Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit ihres Angebotes. Auch wenn Paypal noch so oft betone, dass es die Daten seiner Kunden nicht weitergebe – "Gewissheit habe ich nicht", sagt Ralf Hoof, Leiter E-Business bei der Dortmunder Volksbank. Daher, so Volksbank-Vorstandsmitglied Michael Martens, hätten viele Nutzer noch Bedenken, Online-Käufe über Dienste wie Paypal abzuwickeln. Paydirekt hingegen ist mit dem Girokonto des Kunden bei dessen Bank verknüpft. Die Kundendaten, so Jäger, würden nicht bei Drittanbietern landen; deutsche Server garantierten Sicherheit. Und: Zahlungen könnten zurückgebucht werden, wenn die Ware ausbleibe, sagt Hoof. 

Ab wann ist Paydirekt verfügbar - und wie meldet man sich an?

Die Banken entscheiden individuell, ab wann sie ihren Kunden Paydirekt anbieten. Die Dortmunder Volksbank will am 23. November starten, die Commerzbank beispielsweise auch im November. Die Dortmunder Sparkasse will Paydirekt voraussichtlich ab Frühjahr 2016 anbieten. Die Sparkassen hatten erst gezögert und sich später Paydirekt angeschlossen. Um Paydirekt zu nutzen, muss man für das Online-Banking seiner Hausbank freigeschaltet sein und sich dort einmalig für Paydirekt registrieren.

Bei welchen Onlineshops kann man mit Paydirekt bezahlen?

Das ist die große Frage. Alle Banken müssen noch mit Online-Händlern sprechen, damit diese das neue Bezahlverfahren in ihren Shops anbieten. Bei jedem Kauf via Paydirekt entstehen Gebühren, die die Händler den einzelnen Banken zahlen müssen. Paypal berechnet großen Händlern 1,9 Prozent der Kaufsumme als Gebühr. Paydirekt wolle etwa 50 Prozent günstiger sein, heißt es bei der Dortmunder Volksbank. Die 200 größten Online-Händler würden derzeit zu Paydirekt angesprochen, so Ralf Hoof von der Dortmunder Volksbank. Laut Wirtschaftswoche haben einige deutsche Händler bereits abgewinkt: Sie sehen keinen Bedarf für ein neues Bezahlsystem.

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