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Ehrenamtliche Engel packen Geschenktüten

13.11.2007

Wenn die Menschen gemütlich beim Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt klönen oder ihre Wohnung vorweihnachtlich dekorieren, besuchen die Mitarbeiter der Mitternachtsmission Prostituierte am Straßenstrich, um ihnen mit einer Geschenktüte eine kleine Freude zu bereiten.

Dafür haben sie gestern im dritten Jahr in Folge wieder ehrenamtliche Helferinnen ins Einrichtungshaus Max Groth, Hohe Straße 7-11, geladen, um es kurzerhand zur Geschenkfabrik des Weihnachtsmanns umzufunktionieren. Dort schöpften sie aus dem Vollen, füllten 400 Tüten mit Dominosteinen, Vanillekipferln und Trüffeln sowie duftenden Spekulatius, Lebkuchen und Printen. "Eine kleine Kerze kommt auch mit hinein, außerdem unser Flyer und ein Kondom", sagt Stefanie Krebbers von der Mitternachtsmission.

Einer der fleißigen Engel ist Andrea Lipphardt, die sich seit acht Jahren für die Mitternachtsmission engagiert: "Jeder von uns hat seine privaten Kontakte genutzt, gebacken und Spenden gesammelt." Sie selbst hat in einer Schleifenfabrik Rollen mit meterweise Schleifenbändern zum Verpacken geordert.

In der Adventszeit verteilen die Mitarbeiter die Weihnachtstüten in mehreren Schichten an die Frauen in den Clubs, Appartements und auf dem Strich. "Das dauert einige Wochen, so lange stehen die Tüten quasi hier bei uns im Lager", freut sich Evelyn Ahrens vom Einrichtungshaus über die zusätzliche Deko.

Die Erfahrungen mit den Geschenken seien durchweg positiv. "Die Frauen, ob minderjährig oder 60, freuen sich immer total, wenn wir ihnen so eine Geschenktüte in die Hand drücken. Sie kennen diese Art von uneigennütziger Aufmerksamkeit gar nicht", sagt Stefanie Krebbers. bel

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