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"Einspurig durchs Kreuzviertel" umstritten

Umbau Lindemannstraße

DORTMUND Für die einen ist es ein Beitrag zur „Fahrradfreundlichen Stadt“, für die anderen ein „Schildbürgerstreich“. Fakt ist: Die Lindemannstraße wird im Bereich zwischen Neuer Graben und Kreuzstraße auf je eine Fahrbahn pro Richtung zurückgebaut.

von Von Oliver Volmerich

, 15.05.2010
"Einspurig durchs Kreuzviertel" umstritten

Schon jetzt werden in der Lindemannstraße Versorgungsleitungen neu verlegt.

Der gewonnene Platz soll Linksabbiegern und Radfahrern zu Gute kommen. Möglich machen den langersehnten Umbau, mit dem endlich auch die ausgedienten Straßenbahnschienen aus der Lindemannstraße verschwinden, Finanzmittel aus dem Konjunkturpaket II. Verlegt werden soll ein so genannter „lärmoptimierter Asphalt“. Doch die städtischen Tiefbauer wollen die anstehenden Bauarbeiten auch dazu nutzen, den Verkehr in dem zentralen Abschnitt der Nord-Süd-Achse neu zu ordnen.

Problem Nr. 1: Die Radwege auf den Gehwegen sind extrem schmal . Problem Nr. 2: Linksabbieger in die Anliegerstraßen bringen den Autoverkehr immer wieder ins Stocken und sorgen für Unfallgefahren. Beide will die Tiefbauverwaltung lösen, indem sie den Verkehr zwischen Neuer Graben und Kreuzstraße nur noch einspurig rollen lässt. In der Mitte der Straße ist dann Platz für Linksabbieger-Spuren in Neuer Graben, Schillingstraße, Essener Straße und Kreuzstraße.

Außerdem kann am Rande ein Schutzstreifen für Radler angelegt werden, die dann den schmalen Bürgersteig nicht mehr mit den Fußgängern teilen müssen. Vor Möllerbrücke und Wittekindstraße soll es dann wieder zwei Spuren pro Richtung geben. Während die West-CDU in Koalition mit den Grünen in der Bezirksvertretung den Umbauplänen zugestimmt hat, kommt von der Rats-CDU scharfer Protest. „Die Lindemannstraße ist die Hauptschlagader des Kreuzviertels“, betont der planungspolitische Sprecher Thomas Pisula. Nicht zuletzt fürchtet er eine Gefährdung der Radfahrer durch schwere LKW, die die Lindemannstraße nutzen. Im Ausschuss wurde der Vorschlag der Verwaltung so gegen die Stimmen der CDU verabschiedet.

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