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Evakuierung: Student Thomas Klute hat Tokio erreicht

Dortmunder in Japan

Am dritten Tag nach der Erdbeben-Katastrophe in Japan hat die Evakuierung von Ausländern aus Sendai begonnen. Mit etwa 100 Personen hat der Dortmunder Student Thomas Klute die stark zerstörte Hafenstadt im Nordosten verlassen können.

DORTMUND/SENDAI

von Von Philipp Ostrop

, 14.03.2011 / Lesedauer: 3 min
Evakuierung: Student Thomas Klute hat Tokio erreicht

Thomas Klute bei einem Ausflug in Japan. Das Bild entstand vor dem Erdbeben.

Erdbeben: Thomas Klute in Japan auf einer größeren Karte anzeigen Drei Busse der Deutsch-Japanischen Schule aus Yokohama haben die Menschen nach Tokio gebracht. Das Kommando lag beim Technischen Hilfswerk. Gegen 19 Uhr deutscher Zeit erreichten die Busse die Deutsche Botschaft. Dort wurden die Insassen registriert und in ein Hotel gebracht, wie Klute in einer kurzen E-Mail berichtete. Etwa eine Stunde vor der Abfahrt aus Sendai hatten die Ruhr Nachrichten Thomas Klute per Telefon erreicht. Da befand sich der Student noch im Internationalen Zentrum von Sendai und wartete. Philipp Ostrop sprach kurz mit ihm:

Klute: Ich stehe hier und warte auf den Evakuierungsbus. Vielleicht sind es auch mehrere Busse. Gerüchte besagen, dass es drei Busse sind. Eigentlich sollte es ein Fahrzeug des Technischen Hilfswerks sein. Jetzt bin ich mir nicht sicher, woher die Busse kommen. Möglicherweise hat sie die Deutsche Botschaft organisiert. 

Klute: Ich habe keinen Überblick über die Zahlen, aber es sind bestimmt mehr als 40 Leute. Sie kommen aus verschiedenen Ländern.

Klute: Ich habe das Wichtigste gepackt. Ein bisschen Kleidung und ein paar Bücher lasse ich erstmal zurück. Sollte ich nicht wieder nach Sendai zurückkehren, dann ist das halt weg. Andere Leute hier haben viel mehr Gepräck dabei.

Klute: Mein Plan ist erstmal, im Süden oder Westen Japans zu bleiben. Einige Leute wollen sofort raus - einige Leute, darunter ich, wollen erst einmal in sichere Distanz zum beschädigten Atomkraftwerk kommen und dann abwarten. Meine Hoffnung ist, dann nach Sendai zurückkehren zu können.

Klute: Nein, ich bekomme hier auch keine besseren Informationen als Sie in Deutschland. Es gibt verschiedene Berichte, aber gesichert ist nichts. Ich habe sogar gehört, dass Menschen in Richtung der Atomkraftwerke fahren, um dort einzukaufen. Vielleicht, weil es dort noch Lebensmittel gibt, nachdem viele Menschen geflohen sind.

Klute: Wir sind alle ruhig. Aber jeder macht sich Sorgen.

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