Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Foursquare - was ist das denn?

Zur Sache

Bei einem sogenannten Barcamp haben sich am Wochenende 80 Personen über den Dienst "Foursquare" ausgetauscht. Es war die weltweit erste Konferenz zu diesem Thema. Aber was hat es mit diesem Foursquare eigentlich auf sich?

DORTMUND

, 26.01.2014

Foursquare ist ein Dienst im Internet, der mit digitalen Orten arbeitet: Supermärkte, Friseursalons, Kneipen, Restaurants, aber auch öffentliche Einrichtungen wie Bahnhöfe oder Kulturzentren sind bei Foursquare auf einer Stadtkarte eingetragen. Immer wenn man als Nutzer des Dienstes ein Café betritt, kann man mit seinem Smartphone melden, dass man sich gerade genau dort befindet - das nennt sich dann "Check-In". Ich "checke im Café ein". Ähnlich wie bei Facebook, ist man dabei mit anderen Nutzern befreundet; mit Bekannten aus der Nachbarschaft, dem Sportverein, Arbeitskollegen, Freunden oder oft auch Menschen, mit denen man nur über die sozialen Netzwerke im Internet Kontakt pflegt.

Der „Check-in“ im Café, so heißt ja die Anwesenheit vor Ort, ist dann auch auf einer Liste bei den eigenen Freunden, die das Programm nutzen, zu sehen. Zudem kann man als Nutzer Tipps hinterlassen, die für andere potenzielle Gäste des Cafés interessant sein könnten. Etwa so einen: „Der Espresso ist sehr kräftig, ein heißer Tipp ist die Himbeertorte, die Preise sind angemessen, aber die Bedienung war sehr unfreundlich.“ Diesen Tipp können dann auch andere Menschen sehen. So erfahren sie durch persönliche Empfehlungen, wo sich die guten Cafés Umfeld befinden und was man dort auf keinen Fall – oder unbedingt – bestellen sollte.  Zeitgleich bekommt derjenige, der sich bei einem Ort digital „eincheckt“ oder Tipps oder Fotos über den Ort hinterlässt, Punkte. Daraus werden Ranglisten errechnet, die dem Dienst neben der gerade geschilderten nützlichen Facette noch eine spielerische geben: Wer an vielen Orten, an denen er sich aufhält, sein Smartphone zückt und sich kurz in Foursquare dort anmeldet, sammelt viele Punkte und steht in der Tabelle weit oben.

Es geht sogar noch weiter: Wer am häufigsten im Café mit der guten Torte war, der wird mit dem virtuellen Titel „Mayor“, also dem Bürgermeister des Ortes, ausgezeichnet – auch das gibt weitere Punkte. Erst wenn ein anderer Foursquare-Nutzer ihn bei der Zahl der Check-Ins an diesem Ort überholt, bekommt er das "Mayorship" übertragen.

In Deutschland hat der Dienst rund 500.000 angemeldete Nutzer, das sind etwas mehr als 0,6 Prozent aller Deutschen. In Dortmund leben knapp 580.000 Menschen. Rechnet man die Quote in Gesamt-Deutschland auf Dortmund herunter, kann man davon ausgehen, dass mehr als 4000 Dortmunder aktive Foursquare-Nutzer sind. Da man davon ausgehen kann, dass im urbanen Raum mehr Menschen Foursquare nutzen als im ländlichen, könnten es auch über 5000 sein.

Die Orte mit den meisten Check-Ins in Dortmund sind der Dortmunder Hauptbahnhof (30.000 Check-Ins), der Signal Iduna Park (8000 Check-Ins), die Thier-Galerie (ca. 5800 Check-Ins) und die Westfalenhallen (3000 Check-Ins). Das Dortmunder U hat etwa 1600 Check-Ins. 

Jetzt lesen

Viele Unternehmen beschäftigen sich damit, wie sie Marketing via Foursquare betreiben können. Sie können zum Beispiel Kunden, die häufig bei Foursquare einchecken und positive Tipps hinterlassen, dafür mit einer kleinen Prämie belohnen, oder Rabatte für eingecheckte Kunden anbieten.  Auch das Pressehaus und das Lensing Carrée der Ruhr Nachrichten sind bei Foursquare. Checken Sie doch mal ein. Wir freuen uns drauf.  

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt