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Gewerkschafter wollen Schutzschirm für Klinikum

DORTMUND Die Spitze des verdi-Bezirks hat gewechselt. Bei der Bewertung der aktuell größten Sorge sind sich der neue Geschäftsführer Michael Bürger und sein Vorgänger Uli Dettmann allerdings einig. Beide brachen beim Jahresempfang der Dienstleistungsgewerkschaft im RWE-Turm eine Lanze für den Erhalt des Klinikums in Händen der Stadt.

von Von Oliver Volmerich

, 14.01.2009 / Lesedauer: 2 min
Gewerkschafter wollen Schutzschirm für Klinikum

Zum ersten Mal begrüßte Michael Bürger (vorne, 2.v.l.) als Bezirks-Geschäftsführer die Gäste aus Politik und Gesellschaft zum verdi-Jahresempfang im RWE-Turm.

"Wir wollen, dass das Klinikum als Krankenhaus der Maximalversorgung in städtischer Trägerschaft erhalten bleibt", betonte Bürger in seiner Ansprache vor mehr als 100 geladenen Gästen. Dies sei eine wichtige Grundlage für eine gesundheitliche Versorgung, die nicht am Profit, sondern an den Bedürfnissen der Menschen orientiert sei.

Gewerkschaftern ist klar, dass ein Erhalt in städtischer Regie schwierig wird

"Gesundheit ist ein Grundbedürfnis", stieß Uli Dettmann, der als stellvertretender verdi-Landesleiter nach Düsseldorf gewechselt ist, ins gleiche Horn. "Und wenn es der Politik möglich ist, mit viel Geld einen Schutzschirm über Banken aufzuspannen, muss es auch möglich sein, Schutzschirme über die Gesundheitswirtschaft zu spannen." Den Gewerkschaftern ist klar, dass ein Erhalt in städtischer Regie schwierig wird und mit Opfern verbunden ist. Betriebsbedingte Kündigungen müssten allerdings ausgeschlossen sein, betonte Bürger.

Arbeitsplatz-Garantie für die Stadtbediensteten heftig kritisiert

Ein Grundsatz der auch für die Stadtverwaltung gelten soll. Entsprechende Schelte musste FDP-Ratsfrau Annette Littmann einstecken, die die von SPD-OB-Kandidat Sierau gegebene Arbeitsplatz-Garantie für die Stadtbediensteten heftig kritisiert hatte. Solche Vereinbarungen seien selbst in der Privatwirtschaft üblich, erklärte Bürger. Und bei aller Diskussion um Kündigungen dürfe nicht vergessen werden: "Es geht um Menschen", mahnte der Geschäftsführer des mit 44.000 Mitgliedern fünftgrößten verdi-Bezirks in Deutschland.

In Sachen Kommunalwahl geloben die Gewerkschafter parteipolitische Neutralität. "Es wird von uns keine Wahlempfehlung geben", versicherte Dettmann. "Aber wir werden bei den Kandidaten nachfragen und die Antworten dann bewerten."

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