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Hier investiert die Stadt 31 Millionen in den Zoo

Übersicht

Mit einem Investitionsprogramm von 31 Millionen Euro will die Stadt den Dortmunder Zoo fit für die Zukunft machen. Ein Investitionsstau, gesetzliche Vorgaben in der Tierhaltung und geänderte Ansprüche der Besucher zwingen die Stadt zum Handeln. Wir zeigen, was genau geplant ist.

BRÜNNINGHAUSEN

, 07.12.2016

Zu den größeren Projekten zählen Neubauten der Robbenanlage und des Amazonashauses, ein Afrika-Stall, eine Bärenanlage, die Neugestaltung des Großen Teichs sowie ein Yurumi-Park für die Ameisenbären und ihre Verwandten wie Faultiere und Gürteltiere.

Um den Erlebnischarakter des Zoos zu stärken, sollen Anlagen vermehrt begehbar werden. So sind eine ganze Reihe von begehbaren Volieren (Wellensittiche, Lachender Hans, Fasane, Waldvögel) geplant, darunter eine Eulenruine. Auch ein begehbares Hirschgehege soll ab 2018 den Abstand zu den Besuchern verkürzen. Kinder können künftig sich im Krabbeltunnel auf Augenhöhe mit Dachsen und Fuchmangusten bewegen.

Ein „Streichelbecken“ mit Kois sowie ein Steg oder ein Baumkronenpfad (Canopy Walk) über das Luchs-Gehege sind weitere Attraktionen, die in den nächsten Jahren Besucher in den Zoo locken sollen. Die Nashörner bekommen einen eigenen Bullenstall.

Der Parkcharakter des Zoos soll erhalten bleiben und im Wesentlichen auch der Tierbestand. Auf keinen Fall soll er verkleinert werden. Denn für die Zeit nach 2023 gibt es Planungen, den Zoo um einen Teil des Hacheneyer Wäldchens südlich des Zoogeländes zu erweitern, um Platz für Neuzugänge zu schaffen: Seekühe sollen hier einziehen.

Die größten Projekte in der Übersicht:

Robbenanlage:

Die Schaufütterung der Seelöwen und deren Haltung und Zucht hat im Dortmunder Zoo große Tradition und gehört zu den Höhepunkten des Zoobesuchs. Die Anlage ist seit 1956 unverändert, entsprechend abgenutzt und undicht. Deshalb soll bis 2020 für fünf Millionen Euro ein neues Robbenbecken gebaut werden, das auch den heutigen Anforderungen der tierschutzgerechten Haltung von Seelöwen und Seebären genügt. Die Altanlage mit dem Sprungfelsen soll neu beschichtet werden und als gesetzlich vorgeschriebenes Nebenbecken erhalten bleiben.

Archivfoto: Dieter Menne

Tigeranlage:

Auch wenn Löwen und Tiger zu den wichtigsten Tieren zählen, die Menschen im Zoo sehen wollen, kann der Zoo nach der laufenden umfänglichen Sanierung des Raubtierhauses, die vermutlich 2018 abgeschlossen sein wird , aufgrund geltender Haltungsrichtlinien für Großkatzen nur eine der beiden Arten zeigen. Tiger sind hier schon länger nicht mehr zu sehen, und der letzte Löwe wird in einen anderen Zoo umziehen. Gleichzeitig wird ein neues Löwenrudel aufgebaut. Erst für das Jahr 2021 ist der Bau einer neuen Tigeranlage vorgesehen. Kostenpunkt: eine Million Euro.

Archivfoto: Dieter Menne

Amazonashaus:

Mit dem Schwerpunkt „Südamerika“ positioniert sich der Zoo Dortmund einmalig in der Zoowelt. Zentrales Element dafür ist das Amazonashaus, das allerdings energetisch veraltet und nicht mehr wirtschaftlich zu sanieren ist. Mit einem Neubau sollen neben mehr Energieeffizienz neue verbesserte Lebensräume für die Tiere geschaffen werden. Bis 2022 soll ein Ersatzbau für drei Millionen Euro stehen.

Archivfoto: Knut Vahlensieck

Brillenbäranlage:

Der Zoo will das Brillenbär-Gehege bis 2020 um das Dreifache seiner jetzigen Fläche vergrößern mit Aussichtsturm für die Besucher und einem kleinen Wald für die Bären mit Rückzugs- und Klettermöglichkeiten – beste Voraussetzungen für den erhofften Brillenbärennachwuchs. Der Förderverein Kinder und Zoo Dortmund will 250.000 Euro zu den Kosten von einer Million Euro beisteuern. Die Bärenanlage wurde 1989 auf Brillenbären umgestellt. 

Archivfoto: Peter Bandermann

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