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Hier stürzt das letzte Relikt der Kokerei Kaiserstuhl

Kohleturm gesprengt

Der Riese ist gefallen: Um 10.10 Uhr am Samstagmorgen ist der 75 Meter hohe Kohleturm der Kokerei Kaiserstuhl III gesprengt worden. Vor einem vergleichsweise kleinen Publikum stürzte das letzte große Relikt der ehemals modernsten Kokerei Europas in sich zusammen.

DORTMUND

von Von Viktoria Degner

, 23.08.2014
Hier stürzt das letzte Relikt der Kokerei Kaiserstuhl

9000 Tonnen schwer ist der Turm gewesen.

Nachdem um 10.09 Uhr und kurz darauf um 10.10 Uhr die beiden Sprengsignale ertönt waren, sackte der mit 180 Kilogramm Sprengstoff bestückte Turm innerhalb weniger Sekunden in sich zusammen. Etwa 100 geladene Vertreter der Medien und der RAG Montan Immobilien GmbH wohnten dem Spektakel bei.

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Die Sprengung des Kohleturms

Mit 180 Kilogramm Sprengstoff ist der alte Kohleturm der Kokerei Kaiserstuhl am Samstagmorgen zum Einsturz gebracht worden. Damit ist das letzte große Überbleibsel der ehemals modernsten Kokerei Europas verschwunden. Die Kokerei wurde von 2003 bis 2004 abgebaut und nach China transportiert. Dort nahm sie 2006 ihren Betrieb wieder auf.
23.08.2014
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Da sieht man ihn noch, den Kohleturm der Kokerei Kaiserstuhl.© Foto: Oliver Schaper
Viele Kameras zeichneten das lautstarke Spektakel auf.© Foto: Oliver Schaper
Gleich ist es soweit und der Kohleturm wird dem Erdboden gleichgemacht.© Foto: Oliver Schaper
Etwa 100 geladene Medienvertreter und RAG-Mitarbeiter und deren Angehörige haben sich die Sprengung angeschaut.© Foto: Oliver Schaper
Die RAG Montan Immobilien GmbH hatte das Gelände in einem Umkreis von etwa 300 Metern rund um den Kohleturm gesperrt.© Foto: Oliver Schaper
10.10 Uhr: Die Sprengladungen in den 950 Löchern im Turm werden gezündet.© Foto: Oliver Schaper
Langsam neigt sich der Turm zur Seite.© Foto: Oliver Schaper
75 Meter hoch ist der Kohletum gewesen.© Foto: Oliver Schaper
9000 Tonnen schwer ist der Turm gewesen.© Foto: Oliver Schaper
180 Kilogramm Sprengstoff waren nötig, um den Turm einstürzen zu lassen.© Foto: Oliver Schaper
Ein größeres Stück überstand die Sprengung.© Foto: Oliver Schaper
Diesen Stahlbeton-Klotz werden in den nächsten Tagen Abrissbagger zerlegen.© Foto: Oliver Schaper
Aus etwas größerer Entfernung: Neben dem Kohleturm sieht man die Spitze der Reinoldikiche.© Foto: Dieter Menne
Um 10.10 Uhr werden die Sprengladungen im Sockel des Turms gezündet (was man aus dieser Entfernung nicht sehen kann). Der Turm neigt sich zur Seite.© Foto: Dieter Menne
Gleich ist der Kohleturm nicht mehr zu sehen.© Foto: Dieter Menne
So schnell kann ein 75-Meter-Bau von der Bildfläche verschwinden.© Foto: Dieter Menne
Und zurück bleibt nur eine große Staubwolke.© Foto: Dieter Menne
Schlagworte Nordstadt

 

Die RAG-Verantwortlichen sind mit dem Endergebnis der Sprengung zufrieden. Innerhalb der nächsten zwei Wochen sollen mehrere Abrissbagger die Überreste des Turms in dessen Einzelteile zerlegen.

Mit der Sprengung des ehemaligen Kohlesilos ist das letzte Stück der ehemals modernsten Großkokerei Europas verschwunden. Bis Ende des Jahres sollen die Rückbauarbeiten auf dem Gelände der Westfalenhütte abgeschlossen sein. Nach dessen Sanierung soll das Areal neu vermarktet werden.

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