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Info-Veranstaltung: Sicher auf dem Dach

DORTMUND Nur Sprengmeister und Stuntmen leben gefährlich? Von wegen! Eine Untersuchung der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft in den Jahren 2000 bis 2002 führt 902 Stürze von Dächern auf. Viele enden mit (schweren) Verletzungen. Oder tödlich.

von Von Constantin Blaß

, 27.11.2007
Info-Veranstaltung: Sicher auf dem Dach

Reinhard Wilke.

Aus diesem Grund haben sich die Berufsgenossenschaften Bau, Feinmechanik und Elektrotechnik, Maschinenbau und Metall, die Metall Nord-Süd sowie die Verwaltungs-BG zusammengetan und beschlossen, eine Reihe von Informationsveranstaltungen unter dem Titel „Sichere Verkehrswege und Arbeitsplätze auf Dächern“ durchzuführen.

Am Dienstag war der Auftakt in der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Verschiedene Referenten aus Industrie und Wirtschaft behandelten das Thema unter verschiedenen Gesichtspunkten und luden anschließend ein zur Diskussion. „Das Thema ‚Abstürze‘ ist nicht neu. Aber wir wollen unsere Mitgliedsunternehmen weiter sensibilisieren“, sagte Reinhard Wilke, Leiter der Fachstelle Bau bei der Maschinenbau- und Metall-BG.

Vor allem in Dortmund muss die Veranstaltung, die kostenlos angeboten wurde, auf offene Ohren gestoßen sein: Ein Viertel der insgesamt über 40.000 BG-Mitgliedsunternehmen ist hier beheimatet.

Für Unternehmen bleibt dennoch ein Problem. Sie wollen Gebäude zwar durch den Bau zum Beispiel von Geländern, Anseil-Vorrichtungen oder so genannten Lichtkuppel-Überdeckungen aus Aluminium-Blech sicherer machen, aber wenig Kosten dafür aufwenden. „Es wäre vermessen, zu erwarten, dass alle alten Gebäude in Sachen Dach-Sicherheit auf den neusten Stand gebraucht werden. Aber bei Neubauten sollte dies unbedingt erforderlich sein“, sagt Wilke. Schließlich geht es um Menschenleben. 

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