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Metalldiebe rauben massenhaft Kleingärtner aus

Alarm im Schrebergarten

Die Kleingärtner am Nordrand der Innenstadt schlagen Alarm: Seit Oktober vergangenen Jahres häufen sich mittlerweile die Diebstähle dramatisch, die Täter haben in der Regel ein Ziel: Buntmetall.

DORTMUND

von Von Tobias Großekemper

, 05.03.2011 / Lesedauer: 3 min
Metalldiebe rauben massenhaft Kleingärtner aus

Kleingärtner Erwin Czarkowski zeigt eines der wenigen verbliebenen Metallrohre in der Anlage.

Die Polizei kennt das Phänomen seit Anfang des Jahres, laut Polizeipressesprecher Wolfgang Wieland könne man davon ausgehen, dass hier eine neue Quelle für Buntmetalle entdeckt worden sei, die jetzt ausgenommen werde. Wieland geht von über 100 Fällen aus, erweitert aber noch den Kreis der betroffenen Kleingartenanlagen: Auch die Anlagen Hafenwiese und Westerholz seien betroffen. Wieland: „Aufgrund der gestiegenen Altmetallpreise wird alles mitgenommen, was sich zu Geld machen lässt. Bisher wurde kein Täter gefasst, die Kleingärtner sprechen von Lieferwagen mit osteuropäischen Kennzeichen, die häufiger gesehen wurden. Das ist Spekulation, bis ein Täter oder eine Tätergruppe auf frischer Tat ertappt wurde. Für Czarkowski ist jeder Diebstahl eine „Katastrophe“. Eine derartige Serie habe man in den Gärten noch nie erlebt, sagt auch Czarkowskis Gattin Ursula Fieber: „Natürlich wurde immer mal hier und da eingebrochen, Kühlschränke geplündert oder auch mal eine Auflage von einer Gartenliege gestohlen.“ Daran habe man sich gewöhnt – und damit habe man sich arrangieren können. Seit dem vergangenen Herbst, da ist sich das Paar einig, stehe man vor einer ganz neuen kriminellen Qualität, „es wird geklaut, was nicht niet- und nagelfest ist“.

Czarkowski weiter: „In der derzeitigen Debatte um die Nordstadt und ihrer Probleme wird immer von den Hausbesitzern und ihren Problemen gesprochen. Das ist schlimm. Aber was hier passiert, davon redet keiner.“ Und für die immensen Schäden an den gehegten Gärten komme keine Versicherung auf. Die Polizei kennt das „Gesamtphänomen“, so Wieland, die Kriminalpolizei ermittele, es werde verstärkt Polizei eingesetzt. „So wie im gesamten Bereich der Nordstadt.“

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