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Muslime räumen Silvestermüll rund um den Phoenix-See auf

Neujahrsputz

Junge Muslime haben an Neujahr Feuerwerks-Überreste rund um den Phoenix-See eingesammelt. Ein gutes Dutzend Tüten Silvestermüll kam zusammen. Die Aktion war Teil einer bundesweiten Kampagne.

Hörde

02.01.2019
Muslime räumen Silvestermüll rund um den Phoenix-See auf

Rund 20 junge Muslime trafen sich am Dienstagmorgen, um erst gemeinsam zu beten und dann aufzuräumen. © Hmayon Salim

Während der Großteil der Stadt noch geschlafen haben dürfte, haben rund 20 junge Männer muslimischen Glaubens in Hörde bereits mit dem Aufräumen begonnen. Die Männer griffen am Neujahrsmorgen zu Besen und Schaufel und befreiten die Aussichtsplattform des Kaiserbergs am Phoenix-See von den Resten der Silvesterfeier.

Der Neujahrsputz war Teil einer bundesweiten Aufräum-Aktion der „Ahmadiyya Muslim Jugendorganisation“. In 240 Gemeinden räumten an Neujahr mehr als 7000 ehrenamtliche Helfer die Straßen und Plätze ihrer Heimatorte auf.

Kälte, Regen und Wind machten das Aufräumen ziemlich ungemütlich

Ein Grund für ihr Engagement sei zunächst ein religiöser Aspekt, sagt Hmayon Salim, der ebenfalls mit dabei war. Man treffe sich frühmorgens zum Gebet, und alle Hoffnungen und guten Absichten für das neue Jahr werden dann direkt in die Tat umgesetzt. „Gleichzeitig tut man der Gesellschaft etwas Gutes, man zeigt sich damit als Muslim in der Öffentlichkeit und sagt: Wir sind angekommen, wir wollen proaktiv die Gesellschaft mitgestalten“, sagt Salim.

Muslime räumen Silvestermüll rund um den Phoenix-See auf

Auf der Aussichtsplattform am Phoenix-See sei wieder viel Müll gewesen, mehr als im letzten Jahr, sagt Hmayon Salim. © Hmayon Salim

Auf der Aussichtsplattform am Phoenix-See sei es „super windig und regnerisch“ gewesen, berichtet Salim. Mit den anderen Männern hat er schon um halb 9 am Morgen mit dem Aufräumen begonnen. Rund um die Aussichtsplattform hätten sie große Mengen an Müll gefunden, mehr als im letzten Jahr, sagt Salim. Dass die Muslime dort aufräumen, war mit der Entsorgung Dortmund GmbH (EDG) abgesprochen. Diese stellte auch die Schaufeln und Greifzangen. Dieses Jahr habe die EDG sogar von sich aus gefragt, ob die Gruppe wieder aufräumen werde, Hmayon erzählt Salim.

Mit dem Silvestermüll im Rest der Stadt dürfte die EDG schon genug zu tun haben. In Dortmund wurde an Silvester wieder viel geknallt. Durch die Feuerwerkskörper hatten auch Feuerwehr und Polizei viel zu tun. Neben einem größeren Dachstuhlbrand kam es unter anderem zu Angriffen auf Polizisten.

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