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NachtRedaktion brachte Kulturhauptstadt zum Leuchten

DORTMUND Zum sechsten Mal luden die Ruhr Nachrichten und Sparkasse zur NachtRedaktion. Thema der Talkshow am Sonntag: Die Kulturhauptstadt 2010.

von Von Katrin Pinetzki

, 26.11.2007
NachtRedaktion brachte Kulturhauptstadt zum Leuchten

Zu Gast bei der NachtRedaktion: Kulturdezernent Jörg Stüdemann, Prof. Karl-Heinz Petzinka, RN-Herausgeber Lambert Lensing-Wolff, Prof. Eckhard Gerber, Asli Sevindim, Prof. Oliver Scheytt, Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer und der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Uwe Samulewicz.

"Wir wollen schon mal schauen, wie es sich anfühlt, Kulturhauptstadt zu sein", begrüßte RN-Chefredakteur Dr. Wolfram Kiwit die knapp 400 Gäste auf dem Boulevard der Sparkasse. Sie waren gekommen, um von den Machern der Kulturhauptstadt Neues über die Planungen zu hören - und über die Rolle, die Dortmund dabei spielen soll. Und wie fühlt es sich nun an?

Prominent:

Kreative und Kommunalpolitiker, Künstler und Kunstorganisatoren kamen zusammen und feierten sich selbst. "Dortmund wird eine große Rolle spielen, wir werden ein Zentrum der Kunst und Kreativwirtschaft", versprach Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer (SPD). Zurzeit feile die Stadt mit der Landesregierung noch am Konzept für den Umbau des U-Turms, im Januar würden aber die Gerüste stehen, um mit der Dach- und Fachsanierung zu beginnen. Im Kulturhauptstadt-Jahr selbst bekomme Dortmund als "Local Heroe" (lokaler Held) so wie die anderen Ruhrgebietsstädte auch eine Woche, in der man sich präsentieren könne. Licht aus - Spot auf Dortmund!

Großstädtisch:

"Ich wohne in der Metropole Ruhr" - an diesen Satz konnten sich die NachtRedaktion-Gäste am Sonntag schon einmal gewöhnen.  "Es kommt nicht darauf an, wo das Rathaus steht", sagte Prof. Oliver Scheytt, Geschäftsführer des Kulturhauptstadt-Teams, "wie müssen endlich begreifen, dass das Ruhrgebiet zusammen wächst. Wir sind nun einmal größer als Berlin, eine poly-urbane Metropole, in der man unglaublich viel erleben kann." Sinnbildlich dafür stand das Satellitenbild aus dem All, auf dem das Ruhrgebiet heller strahlt als Paris oder London. "Trotzdem fühle ich mich als Büger Dortmunds, einem Teil des Ruhrgebiets, das wiederum Teil Westfalens ist", sagte Langemeyer.

Kulturell vielfältig:

Auch Gerhard Langemeyer hat einen Migrationshintergrund, deckte das Moderatorenteam der NachtRedaktion auf: Die Mutter des Oberbürgermeisters kam aus den Niederlanden. "Migration" sei allerdings ein Wort, das sie gar nicht gern benutze, sagte Asli Sevindim, WDR-Moderatorin und künstlerische Direktorin der Kulturhauptstadt für das Themenfeld “Stadt der Kulturen". Stattdessen spreche man lieber von "kultureller Vielfalt". Ihr Ziel sei es, bis 2010 ein neues, kulturell vielfältiges Publikum zu gewinnen - "auch aus Menschen, die bislang selten in Theater, Oper oder soziokulturelle Zentren gehen", so Sevindim. Schließlich leben im Ruhrgebiet 140 Nationen zusammen. Sichtbar werde das unter anderem mit dem Festival "Melez", das bislang in Bochum und Essen, demnächst vielleicht auch im Konzerthaus Dortmund stattfindet.                  

Anregend

"Die Metropole Ruhr wird sexy werden", versprach Prof. Karl-Heimz Petzinka. Die Autobahn 40 sei die Champs-Élysées des Ruhrgebiets, daher ziele eine der Haupt-Aktionen auf die Haupt-Verkehrsachse: Am 18. Juli 2010, einem Sonntag, werde die Autobahn gesperrt, um 20.000 Tischen Platz zu machen, an denen sich die Ruhrgebietsbürger treffen können. Eine weitere spektakuläre Aktion: Über jedem ehemaligen Schacht werde bei der Aktion "Schachtzeichen" ein gelber Heißluftballon aufgelassen. Zusätzlich sollen so viele Bürger wie mögliche Freiflächen mit Sonnenblumen oder Raps bepflanzen. "Das sind Bilder, die um die Welt gehen werden", sagte Petzinka.  

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