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Neu gestalteter Platz ehrt Bildhauer

Artur Schulze-Engels

DORTMUND Vor sieben Jahren wurde die Idee geborgen, seit Samstag hat sie endgültig Gestalt angenommen: Der Artur-Schulze-Engels-Platz an der Ecke Kaiserstraße/Robert-Koch-Straße konnte eingeweiht werden.

11.07.2009
Neu gestalteter Platz ehrt Bildhauer

Die Skulptur "Die Schmusenden" wurde am Samstag zur Einweihung des neu gestalteten Artur-Schulze-Engel-Platzes enthüllt.

Ein heftiger Regenschauer ging am Samstagmorgen über dem neu gestalteten Platz nieder. Die aufgebauten Bierzeltgarnituren blieben leer, Anwohner und Mitglieder der Bezirksvertretung Innenstadt-Ost versammelten sich unter den Sonnenschirmen an den Bistrotischen und suchten Schutz unterm Dach des Bierwagens. Nur den Kuschelnden von Bildhauer Artur Schulze-Engels, nach dem der neue Platz benannt ist, konnte der Regen nichts anhaben – und das nicht nur, weil sie noch unter einer roten Plastikplane steckten. Denn seine letzte Skulptur – „Die Schmusenden“ ist aus Sandstein und ziert auf einem schlichten Betonsockel nun den neuen Platz im Kaiserstraßen-Viertel.

Erinnerungen an die Kindheit Doch bevor das Kunstwerk enthüllt wurde, resümierte Bezirksbürgermeister Udo Dammer die Geschichte dieses Orts in der Innenstadt Ost und tauchte in Kindheitserinnerungen ein, denn er ist in diesem Viertel aufgewachsen. Noch in den 60er Jahren habe es hier einen Ascheplatz mit Toiletten aus der Steinzeit gegeben sowie einen Taxistellplatz, danach sei die Ecke Kaiser-/Robert-Koch-Straße vor allem als Parkplatz und von Taxis genutzt worden. Planungen seit 2002 Im Jahre 2002 begannen die Diskussionen und Planungen zur Neugestaltung, vergangenen Samstag war das Ergebnis zu besichtigen: neben der Skulptur zieren nun Blumenbeete den kleinen Platz und in Kürze soll ein Spielgerät für Kinder aufgebaut werden, berichtete Heike Renkawitz, stellvertretene Vorsitzende des SPD Ortsvereins Dortmund Ost. Nachdem Dammer den Platz seiner Bestimmung übergeben hatte, hellte sich der Himmel auf und das erste Fest startete unter dem Titel „SPD Kunst- und Kulturtreff“ mit Bühnenprogramm, SPD-Glücksrad und AWO-Stand mit Kinderschminken und Hennatatoos. SPD-Landtagsabgeordenete Gerda Kieninger enthüllte zum Auftakt die Skulptur „Die Schmusenden“ von Schulze-Engels.

Ausbildung zum Kirchenmaler Das Werk zeigt ein sich umarmendes Paar und stellt den Bildhauer mit seiner ersten Frau dar, die an Krebs gestorben war. Der 1910 in Dortmund geborene Künstler hatte nach einer Ausbildung zum Kirchenmaler und Studium in Berlin und Paris seit 1949 als Bildhauer gearbeitet und in der Gerichtsstraße gelebt. Die Kaiserstraße selbst zieren schon seit geraumer Zeit zwei Skulpturen (Pfennigroller und Straßenkehrer) des Künstlers aus diesem Viertel. Und an allen drei Skulpturen perlt der Regen ab.

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