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Neue Studentenwohnungen am Dortmunder U geplant

Wohnungsmarkt

Der Wohnungsmarkt in Dortmund wird enger - auch für Studenten. Doch es ist Entspannung in Sicht. Denn gleich an mehreren Stellen sollen in großem Stil Studentenwohnungen gebaut werden. Unter anderem am Dortmunder U.

DORTMUND

, 11.05.2017 / Lesedauer: 2 min
Neue Studentenwohnungen am Dortmunder U geplant

Auf dem Baufeld links neben dem U-Turm und unterhalb des Berufskolleg-Komplexes soll ebenfalls ein Neubau mit Wohnungen für Studierende entstehen. Im Bild unten verläuft die Rheinische Straße.

Ein Investor aus den Niederlanden will am Dortmunder U, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Berufskolleg-Komplex, und an der Ritterstraße 200 bis 300 Wohnungen vor allem für Studierende bauen. Erste Pläne wurden der Stadt bereits vorgestellt und sollen nun verfeinert werden.

Sie passen zu zwei weiteren Großvorhaben für studentisches Wohnen. An der Stelle des alten Karstadt-Technikhauses an der Kampstraße soll ein Neubau entstehen, der neben Einzelhandel und Gastronomie unter dem Titel „Base Camp“ auf sechs Etagen bis zu 430 Studenten-Appartements bietet.

Großer Markt

Ein Hamburger Investor will zwischen Lindemann- und Wittekindstraße im sogenannten „Berswordt-Quartier“ neben 230 normalen Mietwohnungen 340 teilweise möblierte Studenten- und „Mikroapartments“ mit Wohnflächen von 22 bis 49 Quadratmetern schaffen. Mit dem Bau soll in diesem Herbst begonnen werden. Fertig werden soll das neue Wohnquartier im Herbst 2019 – ähnlich wie das „Base Camp“.

Die Stadtplaner freuen sich und haben keine Bedenken, dass ein Überangebot entsteht. „Für Studentenwohnungen gibt es einen großen Markt“, weiß Planungsdezernent Ludger Wilde. Immerhin sind die Studentenzahlen an den Dortmunder Hochschulen in den letzten Jahren auf mehr als 50 000 gestiegen. Und immer mehr wollen auch in Dortmund wohnen und nicht zum Heimatort pendeln. „Hier haben Investoren erkannt: Da besteht Nachfrage“, stellt auch Thomas Böhm als Leiter des Wohnungsamtes fest.

1000 Vormerkungen

Der klassische Anbieter von Studentenwohnheimen, das Studierendenwerk, kann diese Nachfrage nicht mehr bedienen. Die Warteliste ist mit etwa 1000 Vormerkungen lang. Sechs bis zwölf Monate muss man warten, um einen Wohnheim-Platz zu ergattern.

Und auch die Ansprüche wachsen. „Die Nachfrage nach Einzelapartments steigt“, berichtet Stefanie Korfmann vom Studierendenwerk. Viele Studierende suchten nicht mehr das WG-Leben, „sie suchen gerne Einzelapartments als Rückzugsort.“

Im „Base-Camp“ sollen dann auch ausschließlich Einzelappartements mit Flächen zwischen 19 und 24 Quadratmetern entstehen. Dazu aber auch Einrichtungen wie Gemeinschaftsküchen, Dachgärten, einer Bibliothek, Räume für gemeinsames Arbeiten und Fitness-Räumen.

Im Vergleich zu anderen Uni-Städten sind die Preise für studentisches Wohnen in Dortmund vergleichsweise moderat. Beim Studierendenwerk zahlen Studenten je nach Größe und Ausstattung zwischen 194 und 325 Euro im Monat (warm). Die Preise für ein Appartement im geplanten „Base Camp“ werden auf 450 bis 500 Euro pro Monat taxiert.

 

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