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Paradiesvogel auf den Tasten

Die ganz junge Pianistengeneration ist selbstbewusst: Sie spielt mit acht Jahren Chopin und Beethoven-Sonaten, mit elf Jahren Rachmaninow und mit 16 Liszt.

18.11.2007

Paradiesvogel auf den Tasten

<p>Konzentriertes Spiel vor schöner Kulisse über den Dächern der Stadt in der 18. Etage des Harenberg Hauses: Auch Igarashi Mutsumi begeisterte beim van Bremen-Wettbewerb. Reminghorst</p>

Ein hohes Niveau hatte der 5. Westfälische van-Bremen-Klavierwettbewerb am Wochenende im Harenberg-Haus, der in NRW inzwischen eine feste Größe und gute Adresse geworden ist. 95 Pianisten zwischen acht und 20 Jahren spielten um Preisgelder von insgesamt 4500 Euro. Erstmals werden sich im nächsten Jahr auch die besten Teilnehmer bei einem Konzert des Kulturbüros im Westfalenpark präsentieren.

Dabei suchten die acht Juroren gar nicht die Pianisten, die am schnellsten ihre Finger bewegen konnten, sondern die musikalischen Talente, die Gefühl, Verstand und gute Technik an die Tasten brachten. Und fanden sie in jungen Pianisten wie der zwölfjährigen Susanne Xiaochen Cui, die den Titel "Fantasie"-Impromptu in ihrem fantasievollen Spiel ernst nahm und dafür den 1. Preis bekam, oder Ken Marius Mordau (13), der einen "Paradiesvogel" von Wahren über die Tasten fliegen ließ - was mit Platz 2 belohnt wurde. Beide spielten in der Altersgruppe II, bei den Elf- bis 13-Jährigen, die mit 36 Pianisten wieder das größte Teilnehmerfeld stellten.

Die Jüngsten feierten mit einem "Puppentanz" und einem "Ballspiel" auf den Tasten ein aufregendes Wettbewerbs-Debüt. Zu den älteren Teilnehmern, die den Wettbewerb als Chance nutzen, Erfahrung zu sammeln, gehörte auch die Dortmunder Pianistin Clara Haberkamp (16), die sowohl bei "Jugend jazzt" als auch bei klassischen Vorspielen schon erprobt und preisgekrönt ist.

Einige Debütanten und viele Stamm-Teilnehmer und -Zuhörer hat der Wettbewerb, den die Familie van Bremen so schön familiär gestaltet und damit Kindern, Jugendlichen, Eltern, Großeltern und Lehrern viel Nervosität nahm. Und eine Kontaktbörse für Schüler, die neue Lehrer suchen oder Klavierpädagogen, die sich austauschen wollen, war das an beiden Tagen gut besuchte Pianistentreffen auch. JG

Das Preisträgerkonzert beginnt am Samstag (24.11.) um 19.30 Uhr im Harenberg-Haus.

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