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PCB-Prozess: Streit um neues Envio-Gutachten

Umwelt-Skandal im Dortmunder Hafen

Im Dortmunder Envio-Prozess wird seit Donnerstag ein neues Umwelt-Gutachten vorgetragen. Dabei sind die Verteidiger gleich auf Konfrontationskurs gegangen. Sie zweifeln die Aussagekraft an.

DORTMUND

15.09.2016
PCB-Prozess: Streit um neues Envio-Gutachten

Wie giftig war es auf dem Envio-Gelände? Das soll ein neues Gutachten klären.

Rund ein Jahr haben die Richter auf das Gutachten von Prof. Dr. Wolfang Rotard gewartet. Als der Umwelt-Chemiker der TU Berlin seinen Vortrag am Donnerstag beginnen wollte, bekam er jedoch gleich Gegenwind. Die Verteidiger von Ex-Envio-Chef Dirk Neupert sind der Meinung, dass das Gutachten unter schwerwiegenden Mängeln leidet. Einige Tatsachen seien überhaupt nicht berücksichtigt worden. 

Inhaltlich geht es um Verfahren zur Öffnung, Reinigung und Entsorgung PCB-belasteter Transformatoren. Erste Schwachstellen hat der Gutachter schon herausgearbeitet. Dabei wurde die Demontage der Trafos und die Lagerung von kontaminierten Papier und Blechen genannt, die geschreddert oder nachgereinigt werden mussten. 

Am Ende muss die Frage beantwortet werden, ob die Art der Behandlung negativere Auswirkungen auf die Umwelt hatte, als die Art, die von den Behörden ursprünglich genehmigt war. Bis dahin wird es aber wohl noch etwas dauern. Die Gutachtenerstattung wird sich wahrscheinlich auf mehrere Tage erstrecken. 

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