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Polizeiführer entschuldigt sich für Taktik

Nach Derby-Abpfiff

Nach dem Revier-Derby gibt es deutliche Kritik von Stadionbesuchern an der Taktik der Polizei. Nach dem Abpfiff beim Verlassen des Stadions habe ein großes Gedränge an einer Kette von Mannschaftswagen vor allem bei Kindern starke Angst ausgelöst. Einsatzleiter Peter Andres entschuldigt sich in aller Form dafür.

DORTMUND

von Von Peter Bandermann

, 08.02.2011 / Lesedauer: 2 min

Wegen der beengten Verhältnisse auf dem Stadionvorplatz konnten die Menschenmassen allerdings nicht abfließen. „Das war kurz vor einer Panik“, beschreibt der Wittener BVB-Fan Karl-Heinz Clemens den von ihm empfundenen Druck auf die eingepferchte Menschenmasse, „so etwas habe ich in meinen über 600 Stadionbesuchen seit 1976 noch nicht erlebt.“ Erwachsene hätten weinende Kinder über die nicht besetzten Einsatzfahrzeuge hinweg gehoben, um die Kleinen aus der Gefahrenzone zu befreien. Es habe keine Orientierungsmöglichkeiten und keine Lautsprecherdurchsagen über die einzuschlagende Richtung gegeben, so die Kritik des BVB-Fans, der betont, nichts grundsätzlich gegen die Arbeit der Polizei zu haben.

Polizeidirektor Peter Andres räumte ein, dass die Kette aus Mannschaftswagen ein Fehler gewesen sei. „Ich will Sicherheit produzieren, dann darf an anderer Stelle kein Unsicherheitsgefühl entstehen. Wenn die Polizei Angstgefühle ausgelöst hat, dann möchte ich mich dafür entschuldigen“, so der Einsatzleiter in einer ersten Reaktion auf die Kritik des Witteners. Bislang hatte die Polizei parallel zur Nordtribüne Beamte der Bereitschaftspolizei abgestellt, um Gast-Fans aus den Blocks der Nordtribüne abzuleiten. Die Fahrzeuge sollten ein Aufeinandertreffen von verfeindeten „Ultras“ verhindern.

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