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Polizist schießt 19-jährigem Flüchtling bei Großeinsatz ins Bein

Streit in Flüchtlingsunterkunft

In einer Flüchtlingsunterkunft in Dorstfeld hat es Samstagnacht einen größeren Polizeieinsatz gegeben. Zwei Bewohner gerieten in Streit, ein Messer war im Spiel, am Ende schoss ein Polizist.

Dorstfeld

, 18.11.2018
Polizist schießt 19-jährigem Flüchtling bei Großeinsatz ins Bein

In dieser Flüchtlingsunterkunft im Gewerbegebiet Dorstfeld-West schoss in der Nacht zu Sonntag ein Polizist einem Flüchtling ins Bein. © Oliver Schaper

Die Polizei ist in der Nacht zu Sonntag, gegen 2.30 Uhr, zu der Flüchtlingsunterkunft in Dorstfeld gerufen worden, weil zwei 19 Jahre alte Bewohner in Streit geraten waren. Die Situation schaukelte sich hoch. Einer der beiden jungen Männer hatte ein Messer dabei und verletzte seinen Kontrahenten damit leicht.

Die Polizisten versuchten, das Geschehen zu klären. Der Tatverdächtige verschanzte sich zunächst hinter einer Tür, dann griff er auch die Polizisten mit seinem Messer an. Die Beamten sprühten daraufhin mit Pfefferspray, doch das konnte ihn nicht aufhalten. Um ihn zu stoppen, griff einer der Polizisten deshalb zu seiner Waffe und schoss ihm in den Unterschenkel.

Keine Lebensgefahr

Er wurde sofort versorgt, Lebensgefahr besteht nicht, teilen die Staatsanwaltschaft Dortmund und die Polizei in Recklinghausen in einer gemeinsamen Presseerklärung am Sonntag mit. Aus Neutralitätsgründen hat die Polizei in Recklinghausen die Ermittlungen übernommen. Das ist das übliche Verfahren in solchen Fällen.

Der Schuss des Dortmunder Polizisten wird nach derzeitigen Ermittlungsstand als Notwehrhandlung gewertet, heißt es in der Erklärung weiter. Gegen den 19-Jährigen wird wegen gefährlicher Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

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