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Ronny Teuber klagt gegen BVB-Kündigung

Arbeitsgericht Dortmund

DORTMUND Ronny Teuber, ehemaliger Co-Trainer beim BVB, hat vor dem Arbeitsgericht Dortmund Klage gegen Borussia Dortmund eingereicht. Es geht um seine Kündigung zum 30. Juni 2009. Und natürlich um Geld.

von Von Constantin Blaß

, 11.08.2009
Ronny Teuber klagt gegen BVB-Kündigung

Ein Foto aus längst vergessenen Zeiten: Ronny Teuber im Juli 2007.

Fußball-Bundesliga. 23. Mai 2009. 17.17 Uhr. Hamburgs Piotr Trochowski lässt mit seinem Treffer in der Nachspielzeit zum 3:2 in Frankfurt Borussia Dortmunds Traum von der Euro League-Teilnahme platzen. Der BVB am Boden – einer besonders: der ehemalige Co-Trainer Ronny Teuber. Zwischen März 2007 und Juni 2008 gehörte er zum Trainerteam von Chefcoach Thomas Doll. Während Doll nach seiner Entlassung eine Abfindung des BVB annahm, war Ronny Teuber zwar freigestellt, stand aber auch noch in der Saison 2008/2009 auf der Gehaltsliste der Borussia.

Durch Trochowskis Treffer ging Teuber eine geschätzte Summe im niedrigen sechsstelligen durch die Lappen. Denn: Hätte sich der BVB für einen Europapokal-Wettbewerb qualifiziert, hätte sich Teubers Vertrag dank einer Klausel automatisch um ein Jahr zu erhöhten Bezügen verlängert. Europa muss jedoch noch mindestens ein Jahr auf Schwarzgelb warten – und Teuber auf einen neuen Verein. Ein Engagement in Basel, als Co-Trainer des ursprünglich mal in Erwägung gezogenen Thomas Doll, scheiterte. Angeblich aufgrund (zu) hoher Gehaltsvorstellungen. Andere Interessenten? Offensichtlich Fehlanzeige.

Jetzt versucht es Ronny Teuber beim BVB. Der Assistenztrainer klagt vor dem Arbeitsgericht gegen die Borussia. Mittwoch (12.30 Uhr) soll dort ein Gütetermin stattfinden. Offiziell heißt es: „Er wendet sich gegen die fristgerechte Kündigung seines Arbeitsverhältnisses.“ Dann wird geklärt, ob der BVB Teuber rechtmäßig aufgrund der Klausel kündigen durfte oder nicht. Teuber beruft sich offenbar darauf, als Co-Trainer keine exponierte Stellung (wie z.B. ein Chefcoach) zu besitzen, sondern nur ein „einfacher“ Angestellter zu sein. Ob es zur Verhandlung kommt, steht allerdings noch nicht endgültig fest. BVB-Geschäftsführer Thomas Treß: „Wir sind noch in Gesprächen mit Ronny Teubers Anwalt.“ Teuber selbst war für unsere Redaktion nicht zu erreichen. 

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