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RVR sieht Betriebszeit-Verlängerung kritisch

Flughafen Dortmund

Der Flughafen Dortmund bekommt Gegenwind von ungewohnter Seite: Der Regionalverband Ruhr (RVR) sieht die beantragte Verlängerung der Betriebszeiten im Widerspruch zum geltenden Regionalplan.

DORTMUND

von Von Oliver Volmerich

, 19.07.2011
RVR sieht Betriebszeit-Verlängerung kritisch

Die Betriebszeiten-Verlängerung am Flughafen ist höchst umstritten.

Hintergrund ist die Rolle des RVR als Träger der Regionalplanung. Diese Aufgabe hat der Verband im Oktober 2009 von den Bezirksregierungen übernommen. In dieser Funktion hat der RVR nun im Rahmen des laufenden Genehmigungsverfahrens eine Stellungnahme abgegeben, die nun in die Prüfung der Flughafen-Pläne durch die Bezirksregierung Münster einfließen soll. Unterzeichnet ist sie vom neuen Planungschef des RVR, dem früheren Grünen-Ratsherrn Martin Tönnes.

  In der kritischen Stellungnahme stützt man sich auf die Festlegung im geltenden Regionalplan, wonach der "leistungsfähig ausgebaute regionale Verkehrsflughafen Dortmund in seinem derzeitigen Bestand (Start- und Landebahn, Lärmschutzkurven) gesichert werden soll.“ Mit der beantragten Verlängerung der Betriebszeiten werden sich aber auch nach dem vom Flughafen selbst vorgelegten Gutachten die Lärmschutzbereich wesentlich ausweiten, stellt der RVR fest. Die geltenden Ziele des Regionalplans seien weder in dem Gutachten zur Fluglärmuntersuchung, noch in dem Antrag der Flughafen Dortmund GmbH berücksichtigt worden.

Das Fazit des RVR: "Das im geltenden Regionalplan formulierte Ziel, den Flughafen Dortmund in seinem derzeitigen Bestand zu sichern, wird mit der Verlängerung seiner Betriebszeiten und der daraus resultieren Veränderung bei den Lärmschutzgebieten überschritten." Deshalb bestünden für den RVR gegen die beantragte Verlängerung der Betriebszeiten erhebliche Bedenken. An diesem Dienstag ende die Frist für Stellungnahmen zur geplanten Betriebszeiten-Verlängerung bei der Bezirksregierung Münster. Von Bürgern sind dazu bereits mehr als 14.000 Einwendungen eingegangen. Öffentliche Träger wie der RVR haben noch bis Freitag Zeit, ihre Bewertung der Pläne abzugeben.

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