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Schauspiel im Gotteshaus

13.11.2007

Wellinghofen/Innenstadt Der Ort für die Aufführung des Theaterstückes "Zeugin der Anklage" von Agatha Christie ist höchst ungewöhnlich. Auch für die schauspielerfahrenen Mitglieder des Laienspielvereins "Bühne frei" Wellinghofen. Anstelle einer leicht erhöhten Bühne erwartet die Darsteller ein glatter Fliesenboden - ebenerdig.

Wo die Zuschauer ansonsten auf bequemen Stühlen platz nehmen - harte Kirchenbänke. Im Hintergrund der Altar, der jedoch hinter einem dreiteiligen und bis zu drei Meter hohen Bühnenbild verschwinden wird.

Theatersaal

Am Samstag (17.11.,17 Uhr) wird aus einer Stätte des Gebetes ein Theatersaal. Die Markus-Kirche in der nördlichen Innenstadt wird zum Spielort des Laienspielvereins Wellinghofen. "Es ist für uns das erste Mal, dass wir in einer Kirche auftreten", sagt Dominic Baehr, Regisseur des Stückes. Und den Grund dafür liefert Schauspieler und Pressereferent Bernd Kalle: "Ich bin in dieser Gemeinde konfirmiert worden und hatte schon immer den Wunsch, hier einmal ein Stück aufzuführen."

Und da er seinen Wohnsitz ganz in der Nähe der Markus-Kirche hat und gleichzeitig Mitglied des Markus-Fördervereins ist, waren schnell Nägel mit Köpfen gemacht. Dabei galt es jedoch zu beachten, "dass nicht jedes beliebige Stück auch in einer Kirche aufgeführt werden kann", erklärt Pfarrerin Birgit Worms-Nigmann. Da kommt ein Stück, in dem es um Schuld und Sühne geht, gerade recht.

Drei Stunden

Probleme mit dem Projekt Theater in einem Gotteshaus befürchtet Worms-Nigmann nicht. Sie sieht es eher als ein Angebot, bei dem sich die Kirche öffnet und sich als ein Raum schöpferischer Tätigkeit darstellt. Gut drei Stunden (mit Pausenbewirtung des Publikums im Pfarrhaus) werden die Schauspieler in der Kirche ihr Können beweisen. Der Auf- und Abbau des Bühnenbildes nimmt weitere fünf bis sechs Stunde in Anspruch. Am Sonntag ist dann auch die Sicht auf den Altar wieder frei - dann hat alles wieder seine Ordnung im Gotteshaus. jöb

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