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Schicke Wohnungen werden teurer

Mietangebote

Bei Neuvermietungen von schicken Wohnungen müssen Mieter tiefer in die Tasche greifen. Ansonsten ist der Wohnungsmarkt in Dortmund eher unspektakulär.

DORTMUND

von Von Bettina Kiwitt

, 07.09.2010

Vom zweiten Quartal 2009 auf das zweite Quartal 2010 sind die Mieten für eine 60 bis 80 Quadratmeter große Wohnung mit gehobener Ausstattung ab Baujahr 2000 um 6,5 Prozent auf 7,51 €/qm gestiegen. Mit dem Preis liegt Dortmund bundesweit auf Rang 41 von 114 untersuchten Städten, Bochum folgt mit 7,50 €/qm einen Platz dahinter, Essen mit 7,42 €/qm auf Platz 46.

Teuerste Stadt in NRW – wen überrascht’s – ist Düsseldorf mit 10,47 €/qm. Das ergab eine Untersuchung des Beratungsunternehmens empirica, auf dessen Daten sich zum Teil auch der jüngste Wohnungsmarktbericht der Stadt stützt. „In dem untersuchten Teilbereich des Wohnungsmarktes sehe ich die Erhöhung von 6,5 Prozent als unproblematisch“, sagt Hans-Peter Neuhaus, Leiter des städtischen Wohnungsamtes. Problematischer wäre es, würden die Mieten im Niedrigpreissegment stark steigen, weil davon insbesondere die Bezieher von Sozialhilfe und Hartz IV betroffen wären.   Der Wohnungsmarkt in Dortmund sei weder ein ausgesprochener Mieter- noch Vermietermarkt, mit einem Wohnungsleerstand von 3,5% sei die Situation „sehr ausgewogen“. Ähnlich sieht das Holger Gautzsch vom Mieterverein Dortmund. „Der Wohnungsmarkt in Dortmund ist stabil, allerdings nicht nachhaltig stabil, da es durchaus zu leichten Mietsteigerungen kommen kann.“ Das Marktsegment, das empirica untersucht habe, sei auch nicht typisch für Dortmund. „Ab dem Jahr 2000 wurde relativ wenig gebaut und die Neubauwohnungen wurden weniger vermietet als vielmehr verkauft“, weiß Gautzsch. 

Zwischen 2006 und 2008 sei es im Schnitt zu Mietererhöhungen zwischen 1,5 und 2,5% gekommen. Der neue Mietspiegel, der eigentlich zum 1. September herauskommen sollte, wird wegen noch fehlender Daten erst zum 1. November veröffentlicht. Gautzsch rechnet damit, dass die Mietpreissteigerungen von 2008 bis 2010 dann eher ein bisschen höher ausfallen als die zwischen 2006 und 2008.

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