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Schlägerei im Arbeitsamt - Strafverfahren gegen vier Männer

Unmut über die Arbeitsabläufe

In der Agentur für Arbeit an der Steinstraße ist am Donnerstag die Situation eskaliert: Alles fing an mit einem unzufriedenen 22-jährigen Mann, der seinen Unmut über die Arbeitsabläufe im Arbeitsamt äußerte. Am Ende gab es eine Rangelei und Prügelei, an der sieben Männer beteiligt waren. Als die Polizei eintraf, war das meiste schon vorbei.

DORTMUND

09.12.2016
Schlägerei im Arbeitsamt - Strafverfahren gegen vier Männer

Die Agentur für Arbeit in Dortmund meldet leicht sinkende Arbeitslosenzahlen und einen stagnierenden Ausbildungsmarkt.

Den ersten Ermittlungen der Polizei zufolge hat ein 22-jähriger Mann am Donnerstag gegen 13.40 Uhr "lauthals" in einem Warteraum der Agentur für Arbeit an der Steinstraße sein Unverständnis über die Arbeitsabläufe des Amtes geäußert. Ein 23-jähriger Mitarbeiter der Sicherheitsfirma ging daraufhin auf den jungen Mann zu und wollte ihn beruhigen.

Der 22-Jährige habe in diesem Moment "offenbar die Fassung" verloren, soll um sich geschlagen und dem Mitarbeiter einen Kopfstoß versetzt haben. Ein weiterer Mitarbeiter (34), der seinen Kollegen unterstützen wollte, wurde auf dem Weg dorthin von einem vierten Mann (22) von hinten festgehalten.

Schläge ins Gesicht

Bei dem Gerangel bekamen die beiden Sicherheitsmitarbeiter von einem der 22-jährigen Männer Schläge ins Gesicht. Zeitgleich seien zwei weitere Männer (22 und 29) aufgefallen: Sie hätten die Auseinandersetzung beobachtet, schreibt die Polizei, und dabei versucht, andere Anwesende zum Einschreiten gegen die Mitarbeiter zu motivieren. Gleichzeitig hätten sie die Mitarbeiter bedroht.

Als die Polizei am Ort des Geschehens eintraf, sei die körperliche Auseinandersetzung bereits beendet gewesen. Die beiden Männer, die die Sicherheitsangestellten bedroht haben, erhielten "eine Gefährderansprache". Der 22-Jährige, der gemeinsam mit dem 29-Jährigen die anderen Anwesenden verbal angestachelt hatte, kam einem Platzverweis nicht nach und wurde in Gewahrsam genommen.

Strafverfahren für alle Vier

Auch der 22-Jährige, der als erster mit seiner lauten Beschwerde aufgefallen war, und der 22-Jährige, der den Sicherheitsbeamten festgehalten und geschlagen hatte, gingen ebenfalls in Gewahrsam. Alle, auch den 29-Jährigen, erwarten nun Strafverfahren.

Für die betroffenen Sicherheitsmitarbeiter wurde ein psychologischer Sofortdienst gerufen. Manche von ihnen meldeten sich am Freitag krank. Um künftige ähnliche Vorfälle zu verhindern, nahm das Jobcenter organisatorische Änderungen vor: Der Wartebereich wurde entzerrt, es gibt mehrsprachige Aushänge zu Wartezeiten, und bei hohem Kundenaufkommen werden kurzfristig Termine vergeben.

Laut Jobcenter-Pressesprecher Michael Schneider war das der erste Vorfall im sogenannten "Integration Point" des Jobcenters, der gemeinsamen Anlaufstelle von Arbeitsamt und Jobcenter für anerkannte Flüchtlinge. Der "Integration Point" wurde anschließend an den Vorfall geschlossen, am Freitag aber wieder geöffnet.

 

 

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