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Skaterpark steht oben auf der Wunschliste

23.11.2007

Brackel Wie viel Taschengeld bekommen eigentlich Jugendliche im Stadtbezirk? Wie verbringen sie ihre Freizeit und was sind ihre Wünsche für ihr Lebensumfeld? Diesen und anderen Fragen sind zehn Schülerinnen und Schüler im letzten Jahr nachgegangen. Nun haben sie ihre Ergebnisse den Politikern der Bezirksvertretung Brackel präsentiert.

"Manche Dinge ändern sich eben nicht", schmunzelt Sandy Lehmgrübner. "Mädchen geben ihr Taschengeld hauptsächlich für Kleidung aus, während die meisten männlichen Sportler ihre Zeit mit Fußball verbringen", berichtet die Schülerin, die zusammen mit neun anderen Jugendlichen des Immanuel-Kant-Gymnasiums, der Hauptschule Wickede und der Max-Born-Realschule von Frühjahr bis Herbst 2006 eine Studie zum Freizeitverhalten von Jugendlichen im Stadtbezirk durchgeführt hatte.

In Zusammenarbeit mit dem Jugendamt erstellten die Schüler Fragebögen, die sie selbst an die Klassen in sechs verschiedenen Schulen austeilten und anschließend auswerteten. "Es ist schon klasse, dass die Jungen und Mädchen es geschafft haben, rund 2450 Schüler zum Mitmachen zu bewegen", lobt auch der zuständige Betreuer Jörg Bitter vom Jugendamt.

Doch nicht alle Ergebnisse entsprachen den Erwartungen: "Ungefähr fünf Prozent der Zwölf- bis Neunzehnjährigen bekommen kein Taschengeld", referierte Janina Gruß. Und während die meisten Jugendlichen mit 20 bis 60 Euro im Monat auskommen müssten, gebe es eine kleine Gruppe an der Spitze (5%), die mehr als 100 Euro von den Eltern bekomme.

Den meisten Ideenreichtum bewiesen die Teilnehmer bei der Frage "Was fehlt in deinem Stadtbezirk?" Dabei zeigte sich, dass sich die Mehrheit einen Skaterpark sowie mehr beleuchtete Sitzmöglichkeiten wünscht - denn immerhin verbringt ein Großteil der Befragten gerne Zeit mit Freunden an der frischen Luft.

Die Politiker lauschten der Präsentation der Ergebnisse mit großem Interesse. Auf Begeisterung stieß vor allem der Vortrag der beiden Referentinnen Sandy Lehmgrübner und Janina Groß. Unaufgeregt und kompetent überzeugten die beiden mit einem guten Mix aus lockeren Sprüchen und harten Fakten. Von der oft trockenen Atmosphäre eines Sitzungsraumes ließen die beiden sich jedenfalls nicht abschrecken. phip

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