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So perfide verhalten sich Dortmunds Loverboys

Fragen und Antworten

Sie werden Loverboys genannt und sind für Experten doch nur eins: Zuhälter. Die Aktion Mensch fördert jetzt in Dortmund ein Projekt, das Mädchen vor diesen warnen soll. Wir erklären in Fragen und Antworten, wie Loverboys vorgehen - und was die Mitternachtsmission gegen sie unternimmt.

DORTMUND

, 23.05.2014

Das sind junge Männer um die 20 Jahre. Sie sind smart, wirken cool, geben sich spendabel und wollen doch nur eines: dass junge Frauen für sie anschaffen gehen. Oder Drogenkurier werden.

Andrea Hitzke, Chefin der Dortmunder Prostituiertenhilfe Mitternachtsmission, erklärt die gängige Methode, mit der neue Prostituierte aus dem Schülermilieu angeworben werden: Das Mädchen soll sich in den jungen Mann verlieben. Der investiert anfangs mächtig, lädt die junge Frau zum Essen ein, fährt mit einem tollen Auto vor, ist aufmerksam und liebevoll. Er gaukelt die romantische Liebe vor, isoliert das Mädchen dabei aber mehr und mehr von dessen sozialem Umfeld.

Hitzke: „Einmal isoliert, ist die Abhängigkeit von diesem Typen da. Das verliebte Mädchen steht zu ihm, sogar wenn es liebevolle Eltern hat.“ Das Opfer in der Falle: Der Typ erzählt dem Mädchen etwa, dass er Spielschulden habe, und verprügelt werde, wenn sie ihm nicht helfe. Er verspricht ihr, danach werde alles wieder schön.

Die Mitternachtsmission bietet ein Vorbeugungsprogramm für Jugendliche zwischen 13 und 19 Jahren. Die Aktion Mensch unterstützt das Programm zur Aufklärung über die Methoden dieser jungen Männer. Das Netzwerk gegen Menschenhandel mit Sitz in Dortmund erhält aus der Lotterie der Aktion Mensch 68.079 Euro für eine Aufklärungskampagne. Über drei Jahre hinweg sollen Jugendliche zwischen 13 bis 19 Jahren informiert werden.  Die Frauen der Mitternachtsmission berichten auf Anfrage in Schulklassen von ihren Erfahrungen. Sie hatten im vergangenen Jahr Kontakt zu 70 Minderjährigen und 21 Opfern von Menschenhandel.  

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