Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Soko Rechts ermittelt nach Messer-Angriff

24-Jähriger verletzt

Von maskierten Unbekannten mit einem Messer angegriffen und verletzt worden ist ein 24-jähriger Dortmunder am Sonntagnachmittag im Unionviertel. Das teilte die Polizei am Dienstag mit. Die Soko Rechts ermittelt – denn es gibt Hinweise auf eine Verbindung der Angreifer zur Neonazi-Szene.

DORTMUND

, 16.08.2016 / Lesedauer: 2 min

Wie der 24-Jährige im Gespräch mit unserer Redaktion schilderte, hatte er gerade seine Wohnung verlassen, als drei Vermummte an der Nederhoffstraße aus einem Auto stiegen. Unmittelbar sollen sie auf ihn eingeschlagen haben. Er sei daraufhin zu Boden gegangen. Kurz darauf habe ihn einer der Täter mit einem Messer am Bauch verletzt. Das Opfer konnte flüchten – und fuhr in ein Krankenhaus nach Mülheim an der Ruhr.

„Ich war unter Schock“, sagte der Dortmunder. Seinen Angaben zufolge erlitt er eine oberflächliche Stichwunde am Bauch und Prellungen am Jochbein. Nach der ambulanten Behandlung erstattete er gegen Mitternacht in Dortmund Anzeige. Die Angreifer hätten kein Wort gesagt, auch fehlten ihm keine Wertgegenstände.

Das Opfer sagt: „Ich gehe davon aus, dass man mir aufgelauert hat.“ Denn: Zwei Wochen zuvor hatte der 24-Jährige bereits Anzeige erstattet, weil er nach eigener Aussage von Neonazis attackiert worden sei. Laut Polizei war der 24-Jährige am 1. August (Montag) gegen 21.30 Uhr mit einem Freund auf dem Dorstfelder Hellweg unterwegs, als ihn drei Männer beschimpften und mit Bierflaschen bewarfen. Die Männer waren – so das Opfer – Rechtsradikale.

In beiden Fällen wurde der Staatsschutz eingeschaltet. Die Polizei sucht Zeugen des Angriffs vom Sonntag. Die Täter trugen Sturmhauben, zwei schwarze Oberbekleidung an, der Dritte eine Militärhose. Hinweise an die Polizei unter Telefon: (0231) 1327441.

Iris Bernert-Leushacke, Sprecherin des antifaschistischen Bündnisses Blockado, sagte auf Anfrage: „Hier ist ein Mensch am 1. August identifiziert worden, und den haben sie jetzt auf dem Kieker.“ Es habe sich nicht um eine zufällige Begegnung gehandelt. Ein vergleichbarer Vorfall sei ihr nicht bekannt. „Das hat eine neue Qualität.“ 

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt