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Sonnensegel wird bis Pfingsten fit gemacht

Westfalenpark

DORTMUND Zu Pfingsten soll unter dem Sonnensegel im Westfalenpark wieder gefeiert werden. Die Sanierungsarbeiten am hochaufragenden Dach des beliebten Veranstaltungsortes laufen seit gut drei Wochen auf Hochtouren. Wir haben uns vor Ort umgesehen.

von Von Oliver Volmerich

, 13.05.2009

Die Bagger und Hubwagen haben schwer zu heben. Insgesamt 22 Tonnen Stahl werden hier verbaut, bilanziert Ulrich Koch von der städtischen Immobilienwirtschaft. Aus der Holzkonstruktion Sonnensegel wird eine Holz-Stahl-Konstruktion.   Das stählerne Korsett ist nötig, um die Alters-Wehwehchen des Sonnensegels zu lindern. Seit fast zwei Jahren ist der 40 Jahre alte Bau aus der Zeit der Euroflor, der zweiten Gartenschau im Westfalenpark, gesperrt. Test für München Der Zahn der Zeit hat an der außergewöhnlichen Konstruktion genagt, mit der der Architekt Günter Behnisch 1969 für die freitragende Dachkonstruktion der Münchener Olympia-Anlage übte.

  An den schrägen Holzstützen gab es Schäden durch Feuchtigkeit und Moderfäule, weiß Koch. An den Zugseilen, die das gewaltige Segel statisch absichern, hat sich Rost breit gemacht. Doch dem Patienten kann geholfen werden. Das Dach ist bereits abgedichtet. Jetzt bekommen die Holzstützen eine Verstärkung aus mehreren Meter langen Stahlwinkeln. „Wie ein Bypass“, erklärt Ulrich Koch. Zu guter Letzt werden die Abspannseile mit stählernen Zugstangen verstärkt. Bei all dem drängt die Zeit. Denn zum a-capella-Festival am Pfingstwochenende soll das Sonnensegel wieder einsatzbereit sein, verkündet Westfalenpark-Leiterin Annette Kulozik. Gearbeitet wird deshalb im Zwei-Schicht-Betrieb. „Von 5 bis 23 Uhr“, erklärt Koch. „Aber wir liegen gut im Zeitplan.“ Zu Beginn der letzten Mai-Woche soll das Werk vollendet sein. Dann muss es noch abgenommen und die Baustelle abgerüstet werden, erklärt der Experte aus der Immobilienwirtschaft.  

  Das Sonnensegel ist dann wieder fit, um die nächsten Jahrzehnte zu überstehen. 240.000 Euro soll die Sanierung am Ende kosten. Mit mehr als 1 Mio. Euro war eine Rundum-Sanierung von einem Gutachter zunächst beziffert worden. Entsprechend schwer taten sich Verwaltung und Politik mit einer Entscheidung für die Reparatur, die dann aber nicht zuletzt mit Blick auf die architektonische Besonderheit des Baus in Angriff genommen wurde. Annette Kulozik ist auf jeden Fall erleichtert, das Halb-Freiluft-Forum bald wieder als Veranstaltungsort nutzen zu können. Und sicherlich findet sich beim Park-Jubiläum auch noch Gelegenheit, 40 Jahre Sonnensegel gebührend zu feiern. 

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