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SPD-Parteitag öffnet Tor zu längeren Flugzeiten

Flughafen Dortmund

Seit Dienstagabend sind - wie erwartet - die Tore für längere Betriebszeiten am Flughafen in Dortmund weit aufgestoßen. Der Unterbezirksparteitag der SPD folgte dem Kompromiss-Vorschlag seines Vorstandes und OB-Kandidaten Ullrich Sierau.

DORTMUND

von Von Gaby Kolle

, 24.03.2009
SPD-Parteitag öffnet Tor zu längeren Flugzeiten

Der Dortmunder Unterbezirksparteitag der SPD feierte seinen OB-Kandidaten Ullrich Sierau. Sein Kompromissvorschlag zur Zukunft des Flughafens fand eine breite Mehrheit.

Bei der Verabschiedung des Kommunalwahlprogramms stimmten die 290 Delegierten mit breiter Mehrheit für den perspektivischen Ausbau der Startbahn auf 2300 m sowie die Verlängerung der Betriebszeiten von 6 bis 22.30 Uhr, plus Verspätung bis 23 Uhr – mit Rückholoption nach fünf Jahren, falls sich die neue Regelung nicht bewährt. Als besonderes Bonbon für Fluggesellschaften sollen in Dortmund stationierte Maschinen sogar bis 23 Uhr starten und landen können, mit Karenz bis 23.30 Uhr.        

Die 30 Delegierten aus den betroffenen Stadtbezirken Hörde und Aplerbeck sowie den Ortsvereinen Wickede und Asseln, die sich gegen diesen Beschluss stemmten, kämpften auf verlorenem Posten. Claudia Schade (Stadtbezirk Aplerbeck) warnte, das mit dem Beschluss die Diskussion für die nächsten fünf bis zehn Jahre in der Politik erhalten bleibe. Ein Planfeststellungsverfahren für den Startbahn-Ausbau werde zudem u.a. aus Lärmschutzgründen öffentliche Bauvorhaben wie z.B. die Erweiterung von Kindergärten beschränken.

  Karl-Heinz Czierpka (Stadtbezirk Brackel) erklärte, als Koalitionspartner bliebe in dieser Frage dann nur die CDU: „Für alle anderen Politikfelder wäre das eine Katastrophe. Ist das uns der Flughafen wert?“ Flughafenbefürworter Heiner Ollech (Huckarde) warb für den Vorschlag des Parteivorstands: „Der Flughafen ist eine Erfolgsgeschichte. Ein kränkelnder Airport ist kein gutes Signal.“ Befürworter wie Gegner lobten den Runden Tisch, an dem OB-Kandidat Sierau im Vorfeld mit allen Akteuren um einen Kompromiss gerungen hatte. Czierpka: „Ich habe mich ernst genommen gefühlt.“       

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