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Stadt will die Speichergebäude selbst kaufen

Hafen-Szene

DORTMUND Die Geduld der Stadt mit den „Investoren“ Lang und Leutner bei der Entwicklung der Speichergebäude am Stadthafen hat ein Ende. Sie will die Erbpachtverträge mit der gemeinsamen Firma Lang und Leutner aufheben und die Gebäude selbst kaufen.

von Von Oliver Volmerich

, 11.12.2009 / Lesedauer: 2 min
Stadt will die Speichergebäude selbst kaufen

Die Stadt will die Speichergebäude am Hafen nun wieder selbst übernehmen und sucht neue Investoren.

Und dies, um einen neuen Anlauf für die gewünschte Entwicklung zu einem Szene-Hafen zu ermöglichen. Dabei hatten Lang und Leutner nach der Übernahme der Gebäude im Jahr 2001 große Pläne. Unter dem Titel „Dockland“ wollten sie in den Speichergebäuden Gastronomie und Büros für kreative Unternehmen unterbringen – ähnlich wie am Kreativkai in Münster. Doch passiert ist seitdem wenig bis nichts. Einzige nennenswerte Investition ist die Strandbar Solendo, die nach einem Streit mit Szene-Gastronom Oliver Buschmann nun unter der Regie von Gerhard Lang geführt wird und seitdem als „New Solendo“ firmiert.

Träume, die Clubszene vom Thier-Gelände, in den Speichergebäuden unterzubringen, sind im vergangenen Jahr geplatzt – wie zu hören ist, auch wegen der Mietforderungen der Eigentümer. Erschwert wird die Entwicklung auch durch Einsprüche von Nachbarn gegen Lärmbelästigung durch Musik und Gastronomie.

Inzwischen besann sich die Stadt auf eine Klausel im eigentlich bis 2041 befristeten Erbbaurechtsvertrag. Denn der gibt den Investoren bis Ende 2009 Zeit, ihre Pläne für einen Szene-Hafen umzusetzen. Weil nichts passiert, wird das Geschäft jetzt gewissermaßen rückabgewickelt. Eine gewichtige Rolle spielt dabei, dass die Speichergebäude durchaus vermietet sind – u.a. als Büro- und Lagerflächen an die Logistikfirma Schenker. Diese Miete will die Stadt nun selbst kassieren und hofft, damit den Kauf der Gebäude für rund 3,35 Mio. Euro mittelfristig finanzieren zu können.

Mittel- und langfristiges Ziel bleibt nach der nichtöffentlichen Vorlage für die gestrige Ratssitzung allerdings die Gastronomie- und Freizeitnutzung. Deshalb soll bald ein neuer Investor gesucht werden, der die Träume vom Szene-Hafen wahr werden lässt. Zunächst soll der Betrieb einem externen Dienstleister übertragen werden. Und auch ein Projektentwickler könnte ins Boot geholt werden. Offen ist die Zukunft der Strandbar „(New) Solendo“. Denn auch für deren Fläche soll der Mietvertrag mit Lang und Leutner beendet werden.

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