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Stadtarchiv will sechs Dortmunder Straßen umbenennen

Namen mit Nazi-Vergangenheit

Sechs Straßen in Dortmund haben Namenspaten, die durch die Nazi-Zeit in Verruf geraten sind. Deshalb müssen sich knapp 500 Dortmunder in der östlichen Innenstadt, in der Nordstadt, der Gartenstadt und in Scharnhorst möglicherweise bald an neue Adressen gewöhnen. Das Stadtarchiv schlägt ihre Umbenennung vor. Wir zeigen die betroffenen Straßen auf einer Karte.

DORTMUND

, 11.09.2014

auf einer größeren Karte anzeigen Das Stadtarchiv hatte nach einem Beschluss des Ratsausschusses für Anregungen und Beschwerden das Straßenverzeichnis der Stadt nach belasteten Namensgebern durchforstet. Sechsmal wurden sie fündig und empfehlen nun die Umbenennung der Straßen. Entscheiden über die Umbenennungen müssen die jeweils zuständigen Bezirksvertretungen. Ihr Problem ist, dass Anwohner gezwungen sind, Ausweise oder andere Dokumente ändern zu lassen – was die Stadtverwaltung in solchen Fällen gebührenfrei erledigt. „Als weltoffene Stadt kann man sich solche Straßennamen nicht leisten“, erklärt der stellvertretende Stadtarchiv-Leiter, Dr. Stefan Mühlhofer. „Denn Straßenbenennungen sind natürlich immer eine ganz wichtige Ehrung durch die Stadt."

Die Debatte um vorbelastete Straßennamen beschäftigte in den vergangenen Jahren bereits mehrere Städte in Westfalen - oft ging es sogar um die gleichen Namenspaten. 2012 wurden etwa

die Straßennamen "Castellestraße", "Karl-Wagenfeld-Straße" und "Stehrstraße" ersetzt,

will die Stadt eine nach der Schriftstellerin und Hitler-Verehrerin Agnes Miegel benannten Straße umbenennen. In Münster eskalierte 2013 ein Streit um den größten Platz der Stadt, den Hindenburgplatz, dermaßen, dass ein Bürgerentscheid über die Zukunft des Straßennamens abgehalten wurde. Die Befürworter der Umbenennung in Schlossplatz

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