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Streit um Öffnungszeiten der Thier-Galerie

Gewerkschaft protestiert

Freitags und samstags öffnet die Thier-Galerie bis 22 Uhr. Nun hat die Gewerkschaft Verdi über 300 Unterschriften von Center-Beschäftigten gesammelt, die sich gegen die lange Öffnung aussprechen. Das Center-Management hat dafür wenig Verständnis.

DORTMUND

von Von Bettina Kiwitt

, 09.01.2013 / Lesedauer: 3 min
Streit um Öffnungszeiten der Thier-Galerie

Reiner Kajewski (l.) und Ortwin Auer von der Gewerkschaft Verdi präsentieren die Unterschriftenlisten gegen die lange Öffnung am Wochenende in der Thier-Galerie.

Keine einheitlichen Öffnungszeiten: Verbindlich festgelegte, einheitliche Öffnungszeiten gibt es für die Innenstadt nicht. Die großen Häuser wie Karstadt, Kaufhof, Saturn oder P&C öffnen bis 20 Uhr, C&A freitags und samstags bis 21 Uhr, in der Weihnachtszeit bis 22 Uhr. Viele kleine Händler schließen ihre Geschäfte wochentags meist um 18.30 oder 19 Uhr, am Samstag oft schon in den Nachmittagsstunden.

In dem offenen Brief an Center-Managerin Heike Marzen, den über 300 Beschäftigte unterschrieben haben, heißt es: „Die Beschäftigten müssen zu familien- und freizeitunfreundlichen Zeiten arbeiten. Einen Zuschlag für diese kostbare Zeit am Abend gibt es nicht in allen Betrieben. In vielen Geschäften findet wenig Umsatz statt. Der Druck auf die Geschäfte der Innenstadt wächst, am Wochenende ebenfalls länger zu öffnen.“Doch unter diesem Zugzwang stehen offenbar nicht alle – jedenfalls nicht in der Breite. „Ich habe keinen Druck verspürt“, sagt Matthias Hilgering vom gleichnamigen Weinhaus am oberen Westenhellweg und Vize-Vorsitzender des City-Rings. Auch an den City-Ring-Vorstand sei das Thema nicht herangetragen worden.

Hilgering macht keinen Hehl daraus, dass er – wie die große Mehrzahl der kleineren Händler – von der langen Öffnung gar nichts hält: „Da macht man den gleichen Umsatz über eine längere Zeit verteilt.“ Karstadt-Chef Peter Erb sieht sich ebenfalls nicht unter Druck gesetzt. Es würden von den Kunden keine Wünsche nach längerer Öffnung an ihn herangetragen und er sehe auch keine Notwendigkeit einer Diskussion darüber.Dass es überhaupt eine Diskussion gibt, wundert Heike Marzen. „Die Öffnungszeiten stehen in den Mietverträgen.“ Die seien jedem Mieter bei der Unterschrift klar gewesen. Sicherlich gebe es unter den 160 Geschäften im Center solche, die in den Abendstunden keine guten Umsätze machten, andere seien dafür abends umso erfolgreicher. Wichtig seien verlässliche, einheitliche Öffnungszeiten.

Wolle man die zurückfahren, sei das „zu kurz gedacht“. Der Onlinehandel sei die größte Bedrohung für den stationären Handel. Der müsse darauf reagieren, da der Kuchen nicht größer werde. Einkaufen müsse daher für den Kunden ein Erlebnis sein, das er in seiner Freizeit genießen solle, also eben in den Abendstunden. Marzen hofft sogar darauf, dass noch andere Händler in der City bei den längeren Öffnungszeiten zum Wochenende mitziehen. Dann lohne es sich für die Besucher aus dem Umland noch mehr, in die Dortmunder Innenstadt zum Einkaufen zu fahren.

Keine einheitlichen Öffnungszeiten: Verbindlich festgelegte, einheitliche Öffnungszeiten gibt es für die Innenstadt nicht. Die großen Häuser wie Karstadt, Kaufhof, Saturn oder P&C öffnen bis 20 Uhr, C&A freitags und samstags bis 21 Uhr, in der Weihnachtszeit bis 22 Uhr. Viele kleine Händler schließen ihre Geschäfte wochentags meist um 18.30 oder 19 Uhr, am Samstag oft schon in den Nachmittagsstunden.

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