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Student Thomas Klute hofft auf Evakuierung

Dortmunder in Japan

Zwei Tage nach dem verheerenden Erdbeben in Japan blickt die Welt voller Sorge auf die Situation in den dortigen Atomkraftwerken. Der Dortmunder Thomas Klute hofft, die Katastrophenregion am Montag verlassen zu können.

DORTMUND/SENDAI

von Von Philipp Ostrop

, 13.03.2011 / Lesedauer: 2 min

Erdbeben: Thomas Klute in Japan auf einer größeren Karte anzeigen Der 23-jährige Student hatte das Erdbeben und den Tsunami in der Hafenstadt Sendai unverletzt überlebt. Nach einer Nacht in der Notunterkunft konnte er am Samstag wieder in sein Studentenwohnheim zurückkehren. „Eigentlich ist heute ein schöner sonniger Tag“, berichtete Klute am Sonntag in einem Telefonat mit den Ruhr Nachrichten.

Am Mittag war er mit mehreren Studenten losgezogen, um Brennholz für ein Lagerfeuer zu sammeln und Vorräte zu kaufen. Als sie zurückkamen, gab es wieder Strom und Gas. Die Studenten wollten trotzdem auf dem Feuer kochen. Sein Wohnheim und die Universitätsgebäude seien durch das Beben nur leicht beschädigt worden. „Deswegen würde ich am liebsten hier bleiben und irgendwann, wenn das Chaos beseitigt ist, einfach weiterstudieren“, sagte Klute. Doch weil die Lage im Atomkraftwerk Fukushima völlig unklar sei, habe er sich zum Verlassen der Region entschieden. Die Hafenstadt Sendai liegt etwa 100 Kilometer vom Reaktor Fukushima entfernt. Um das beschädigte Atomkraftwerk war ein Sperrgebiet mit einem Radius von 20 Kilometern eingerichtet worden. „Wir haben Gerüchte gehört, das Sperrgebiet sei auf 80 Kilometer vergrößert worden. Gott sei Dank hat sich das nicht bestätigt“, berichtete der 23-Jährige.

Klute steht in Kontakt mit der Deutschen Botschaft und hofft, am Montag mit einem Evakuierungsbus des Technischen Hilfswerks (THW) nach Tokio fahren zu können. Ob er dann Japan verlässt oder zunächst im Süden des Landes bleibt, war am Sonntag noch unklar – wie so vieles. 

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