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Süßwarenfabrik van Netten wird abgewickelt

Investor abgesprungen

Über Jahre hat die Süßwarenfabrik van Netten geschwächelt. Jetzt gibt es die bittere Gewissheit: Ab 1. Juni wird das Traditionsunternehmen abgewickelt, eine über 100-jährige Firmengeschichte geht zu Ende. Alle 170 Mitarbeiter, die bereits im April die Kündigung erhalten hatten, verlieren tatsächlich ihren Arbeitsplatz.

DORTMUND

von Von Bettina Kiwitt

, 29.05.2013

Die Entscheidung teilte gestern Insolvenzverwalter Dr. Paul Fink, der seit acht Monaten eine Lösung für van Netten gesucht hat, den Beschäftigten mit.

„Die Mitarbeiter hatten schon geahnt, was auf sie zukommt“, so Sabine Alker, Sekretärin bei der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG). Beim Abschied der Kollegen voneinander, die zum Teil viele Jahre bei beim Brackeler Unternehmen

beschäftigt waren, habe es Tränen gegeben. „Die Menschen sind zermürbt“, sagt Alker. Sie hätten die emotionale Achterbahnfahrt auch nicht mehr lange ausgehalten.

Der letzte übrig gebliebene Investor, nach Informationen unserer Zeitung ein dänischer Süßwarenhersteller, war Anfang letzter Woche abgesprungen. Unter anderem seien ihm die arbeitsrechtlichen Risiken zu groß gewesen, sagt Fink.Ein Kernteam baut jetzt sukzessive die Produktion ab. Die weitere Abwicklung des Unternehmens und der Verwertungsprozess werden in den kommenden Monaten mit den Gläubigern abgestimmt. „Wir haben acht Monate alles versucht, alle Beteiligten haben gekämpft, mehr kann man nicht tun“, sagt Dr. Paul Fink

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