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Tödlicher Unfall: Neun Monate Haft auf Bewährung

DORTMUND Bewährungsstrafe für Todesfahrer: Das Amtsgericht hat am Montag einen 28-jährigen Asylbewerber zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Der Angeklagte hatte am 22. Oktober 2007 auf der Germaniastraße in Marten einen Motorradfahrer gerammt und getötet.

von Von Martin von Braunschweig

, 21.04.2008 / Lesedauer: 2 min
Tödlicher Unfall: Neun Monate Haft auf Bewährung

Der 28-Jährige Iraker leidet nach eigenen Angaben bis heute unter posttraumatischen Störungen.

Es geschah beim Linksabbiegen: Der Angeklagte wollte auf ein Firmengelände fahren, achtete dabei allerdings wohl mehr auf seine neben ihm sitzende Verlobte als auf den Gegenverkehr. Den 25-jährigen Motorradfahrer, der ihm entgegenkam und Vorfahrt hatte, sah er erst, als es schon viel zu spät war. „Ich hörte nur noch dieses schreckliche Geräusch“, so der 28-Jährige im Prozess.

Für den Suzuki-Fahrer kam damals jede Hilfe zu spät. Der Mann erlag kurze Zeit nach dem Unfall seinen schweren inneren Verletzungen. „Sein Blick verfolgt mich bis heute – jeden Tag“, sagte der Todesfahrer.

Dass er am Tattag ohne gültigen Führerschein unterwegs war, lastete ihm das Gericht besonders hoch an. Seit seiner Einreise nach Deutschland im Jahr 2001 war der Iraker schon drei Mal ohne Führerschein am Steuer erwischt worden. Einmal hatte er eine Geldstrafe erhalten, zwei weitere Verfahren waren sogar eingestellt worden.

Eigenen Angaben zufolge leidet der Angeklagte bis heute an einer so genannten posttraumatischen Belastungsstörung.

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