Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Ungewöhnliche Häufung von Kohlenmonoxid-Einsätzen

Thermen als mögliche Ursache

Eine Wiederbelebung, sechs Feuerwehreinsätze, zehn weitere Verletzte: Das ist die Bilanz einer ungewöhnlichen Häufung von Kohlenmonoxid-Alarmen in Privatwohnungen am Donnerstag. Die Einsatzorte waren über die ganze Innenstadt verteilt. Die Ursache für diese Serie ist nicht bekannt. Bei der Feuerwehr gibt es jedoch eine Vermutung.

DORTMUND

, 24.06.2016
Ungewöhnliche Häufung von Kohlenmonoxid-Einsätzen

Eine Frau in der Inselstraße musste am Donnerstag wiederbelebt werden, weil sie zuviel Kohlenmonoxid eingeatmet hatte. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot aus.

Den dramatischsten Einsatz gab es in einem Mehrfamilienhaus in der Inselstraße in der östlichen Innenstadt. Dort musste die Feuerwehr eine Bewohnerin wiederbeleben. Sechs weitere Menschen - darunter drei Feuerwehrleute - wurden auch verletzt und mussten ins Krankenhaus. Sie alle hatten Kohlenstoffmonoxid eingeatmet. Das giftige Gas entsteht unter anderem bei der unvollständigen Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Stoffen.

"Noch während des laufenden Einsatzes an der Inselstraße löste ein privater Kohlenstoffmonoxid-Melder in der Lübecker Straße im Gerichtsviertel aus", schreibt die Feuerwehr in einer Pressemitteilung. Es war glücklicherweise ein Fehlalarm: "Hier ergaben die Messungen der Einsatzkräfte in der Wohnung keine erhöhten Werte."

Fünf Verletzte in der Arndtstraße

Ernster wurde es um 20.40 Uhr. In der Steigerstraße wurden zwei Wohnungen kontrolliert und dabei leicht erhöhte CO-Werte gemessen. "Zu diesem Zeitpunkt hielten sich keine Bewohner in der Wohnung auf, sodass es hier keine Verletzten gab", so die Feuerwehr. Die Wohnungen wurden gelüftet und die Heizungsanlage - eine Therme - ausgeschaltet. Eine Fachfirma muss diese nun überprüfen.

Nur kurze Zeit später, gegen 21 Uhr, die nächsten zwei Kohlenmonoxid-Alarme: In der Rosenstraße in Sölde und nur acht Minuten später in der Arndtstraße im Kaiserstraßenviertel. In beiden Fällen hatten wieder private CO-Melder ausgelöst. In der Rosenstraße wurde ebenfalls die Heizungsanlage außer Betrieb genommen und die Bewohner vom Rettungsdienst untersucht. Es brauchten keine Menschen in ein Krankenhaus transportiert werden.

In der Arndtstraße stellten die Einsatzkräfte in mehreren Wohnungen zum Teil hohe CO-Werte fest. Es wurden hier sieben Blutgasanalysen durchgeführt. Zwei Menschen wurden daraufhin in ein Krankenhaus gefahren. Drei Analysen ergaben lediglich minimal erhöhte CO-Werte im Blut, und die Betroffenen konnten wieder in die gelüfteten Wohnungen zurück. Zwei weitere Bewohner verweigerten trotz Anraten des Rettungsdienstes den Transport in ein Krankenhaus und blieben in ihren CO-freien Wohnungen.

Möglicher Hitzestau in Gasthermen

Sechs Kohlenmonoxid-Einsätze an einem Tag - die Feuerwehr spricht von einer "ungewöhnlichen Häufung". Zweifelsfrei geklärt ist die Ursache zwar noch nicht, es gibt aber doch eine Theorie bei der Feuerwehr. In allen betroffenen Wohnungen sind Gasthermen für die Heizung und das Warmwasser zuständig.

Bei hohen Temperaturen könne es laut einem Bezirksschornsteinfeger einen Hitze-Rückstau in der Therme geben, heißt es bei der Feuerwehr. Bei nicht regelmäßig gewarteten Thermen könnte das zu Fehlfunktionen führen.

Lesen Sie jetzt