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Außergewöhnliche Demo in Dortmund

Ein Marsch für die Legalisierung von Cannabis

Zu einer nicht alltäglichen Demonstration kamen am Samstag Menschen in Dortmund zusammen. Sie marschierten für die Legalisierung von Cannabis. Ein Jugendrichter aus Berlin ergriff das Wort.

Dortmund

12.05.2018
Außergewöhnliche Demo in Dortmund

Mehrere hundert Teilnehmer nahmen am Marijuana March in Dortmund teil. © © Schaper

Als in Dortmund am Samtag zum fünften Mal für die Legalisierung von Cannabis marschiert wurde, war Jugendrichter Andreas Müller aus Bernau bei Berlin einer der Gastredner beim Global Marijuana March. Seine Forderung: Der Konsum von Cannabis, Gras (Marihuana) und Haschisch muss legalisiert werden.

Veranstalter des international verbreiteten „Marijuana March“ in Dortmund sind neben Organisatorin Nadja Reigl auch die Piratenpartei, Die Linke, die Grüne Jugend und „Die Partei“. „Ich habe im Gericht mit vielen Gewaltdelikten zu tun gehabt. Fast alle ereigneten sich unter Alkoholeinfluss. Reiner Cannabis-Genuss war dagegen nie die Ursache für ein Gewaltdelikt“, sagt Andreas Müller.

„Illegaler Handel ist das Gefährliche“

Aus Sicht der Organisatoren ist der illegale Handel das Gefährliche, da die verkaufte Ware oft gestreckt sei, verbunden mit Schäden für die Gesundheit. Sie fordern, den regulierten Umgang zu erlauben.

Der Global Marijuana March hat wegen des Dortbunt-Stadtfestes eine Woche später in Dortmund stattgefunden, als woanders. Start war mit einer Kundgebung an der Katharinentreppe gegenüber dem Hauptbahnhof. Von dort zogen die Teilnehmer der durch die Nordstadt zur Party in den Hoeschpark.

Bereits 1999 fand der erste Global Marijuana March am ersten Samstag im Mai in den USA statt. Intention war, weltweilt in allen Ländern gemeinsam an einem Tag im Jahr für die Legalisierung von Cannabis auf die Straßen zu gehen. In Deutschland fanden die ersten Demonstrationen 2012 in 5 Städten statt. 2013 waren es schon 11 deutsche Städte – eine davon Dortmund, initiiert und organisiert von der Dortmunder Piratenpartei in Person von Nadja Reigl.
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