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Dortmunder Hilfe erreicht Nepal

Nach Erdbeben

Das verheerende Erdbeben in Nepal forderte tausende Menschenleben. Es an Wasser, Lebensmitteln und Medikamenten. Der pensionierte Lehrer Friedel-Heinz Knoch hat die Katastrophe erlebt und hilft jetzt vor Ort. Am Samstag macht sich außerdem ein Team der Ganesh-Nepalhilfe auf den Weg nach Kathmandu. Wir haben mit den Helfern gesprochen.

KIRCHHÖRDE

, 01.05.2015 / Lesedauer: 3 min
Dortmunder Hilfe erreicht Nepal

So sah es in Nepal nach der Katastrophe aus.

Dortmunder vor Ort:

Friedel-Heinz Knoch, bis 2013 Lehrer am Helene-Lange-Gymnasium, reiste bereits vor dem schweren Beben für die Shanti-Lebenshilfe nach Kathmandu. Zusammen war er im vierten Stock eines Gästehauses in der Nähe des Königspalastes untergebracht. "Als es passierte schrieb ich gerade an unserem Blog. Ich habe gerufen 'lass uns abhauen'. Dann haben wir uns auf die Straße gerettet."

Friedel-Heinz Knoch und seine Kollegen überlebten die Katastrophe unverletzt. In den darauffolgenden Tagen schliefen sie in notdürftig errichteten Zelten. Zu groß war die Sorge vor den schweren Nachbeben. Die Kulturgüter sind dem Erdboden gleichgemacht, Häuser sind eingestürzt und man sieht überall dort Rauch aufsteigen, wo die Leichen verbrannt werden", schildert er die aktuelle Situation.

Das Schulzentrum, das der Verein betreibt, wurde ebenfalls zerstört. Das von der Shanti-Leprahilfe betriebene Klinikum hielt jedoch stand. Dort hilft der pensionierte Lehrer aus. "Wir warten gerade auf 1,2 Tonnen Medikamente", so Knoch. Es sei wichtig, die Lage zu stabilisieren. Die Hilfe komme jedoch nicht dort an, wo sie benötigt werde. Das nötige Equipment fehle.

Weitere Hilfe aus Dortmund:

Am Samstag macht sich ebenfalls ein kleines Team der Ganesh-Nepalhilfe auf den Weg in die Krisenregion. Der Verein betreibt zusammen mit seinem nepalesischen Partnerverein "Ganesh New Life Center" (Ganesh neues Lebenszentrum) ein Heim für schwer behinderte Kinder in Kathmandu. "Zum Glück ist ihnen und den Betreuern nichts passiert. Sie konnten sich ins Freie retten", erzählt Dori Grosspietsch-Rindle von der Ganesh-Nepalhilfe. Seit ein paar Tagen organisiert sie die Reise, packt kleine Mengen Medikamente zusammen.

Denn auch wenn den eigenen Freunden nichts passiert sei, gebe es einiges zu tun. "Die Krankenhäuser sind überfüllt. Es geht darum, eine Basisversorgung zu gewährleisten." Ihr Mann Thomas Rindle, Vorsitzender des Vereins und Architekt, wird die Standfestigkeit von Häusern überprüfen, Architekt und Stadtplaner Ulrich Herborn wird eine Trinkwasseraufbereitungsanlage mitnehmen.

Wasserexperte Werner Luttmann, Vorsitzender der Gesinas Stiftung, ist ebenfalls dabei. Der Aufenthalt in Nepal ist zunächst für drei Wochen geplant. "In der kommenden Woche wollen wir uns ein Bild von der Lage vor Ort machen und dann eine zweite Gruppe losschicken", sagt Dori-Grosspietsch-Rindle.

Spenden abgeben:

Die Shanti-Leprahilfe ist erreichbar unter Tel. (0231) 73 69 14 und unter www.shanti-leprahilfe.de. Die Ganesh-Nepalhilfe informiert unter www.ganesh-nepalhilfe.org über ihre Arbeit. Das Restaurant Little Nepal in Hörde, Willen-Van-Vloten-Straße 4, erreichbar unter Tel. (0231) Tel. 94 14 97 42 nimmt ebenfalls Spenden entgegen.

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