Dortmunder Schauspieler Michael Kamp mit dabei auf dem roten Teppich

Berlinale 2014

Stars wie George Clooney und Catherine Deneuve laufen über den roten Teppich der Berlinale. Und auch für einen Dortmunder Schauspieler rollen die 64. Internationalen Filmfestspiele am 9. Februar das rote Tuch aus: Michael Kamp, früher Publikumsliebling des Dortmunder Schauspiels, nimmt mit dem Film „Kreuzweg“ am Wettbewerb teil. Julia Gaß sprach mit ihm.

Dortmund/Berlin

, 28.01.2014, 14:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auch das war kurzfristig und spontan. Die Künstlervermittlung in Köln hat mich Ende Oktober, zwei Wochen vor Drehbeginn, angerufen. Die suchten einen Vater, der auch optisch in diese Familie passt. Gedreht haben wir in einem Studio bei Ludwigsburg und eine Szene auf dem Land. Die Tochter spielt Lea van Acken.

Es ist eine kleine, fast stumme Rolle. Der Vater dieser streng geistlichen Familie ordnet sich ganz der Mutter unter, die Franziska Weisz spielt. Der Film wird zum Kampf zwischen Mutter und Tochter.

Nein, ich seh ihn auch erst bei der Weltpremiere am 9. Februar um 16 Uhr in Berlin.  

Nein, nur einen Studentenfim. Der heißt „Bottrop Boys“, sonst hab ich nur in Serien gespielt. Das ist tatsächlich mein erster Kinofilm. Verrückt, dass der jetzt bei der Berlinale läuft.

Wenn Sie das so sagen, werde ich noch aufgeregter. Was da alles so dranhängt, wird mir jetzt erst klar. Aber ich freue mich, das zu erleben und dass der Film das geschafft hat. Ich bin jetzt fast 42, ich kenn so etwas gar nicht. Das zu erleben, ist ein Traum für jeden Schauspieler.

Man hat mir gesagt, ich sollte einen Smoking oder schicken Anzug anziehen. Smoking ist nicht mein Ding, ich werde wohl einen Anzug anziehen.  

Ich würde gerne meine Frau mitnehmen, aber unser Baby ist ja noch klein, erst acht Monate. Die beiden großen Kinder könnten ja zu Hause bleiben. Ich wollte erst sofort am nächsten Tag zurückfahren, aber Bekannte haben dann  gesagt „Das ist ja verrückt, wenn Du schon mal da bist, musst Du Dir auch was angucken.“ Ich bleibe jetzt drei Tage in Berlin.  

Wir feiern mit unserer Theatergruppe Austropott am nächsten Samstag Premiere von „Indien“ von Josef Hader und Alfred Dorfer im Kino im Dortmunder U. Und am 22. Februar ist dort Premiere von meinem Solo „Der Kontrabass“ von Patrick Süskind.

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