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Dortmunder Schriftsteller Jörg Albrecht darf Abu Dhabi verlassen

Freilassung

Der Dortmunder Schriftsteller Jörg Albrecht darf das arabische Emirat Abu Dhabi sofort verlassen. Zwölf Tage lang war er dort wegen Spionageverdachts festgehalten worden, saß drei Tage in Haft. Nun hat er eine Ausreiseerlaubnis erhalten - offenbar auch aufgrund der großen Öffentlichkeit, die der Fall erreicht hatte.

EICHLINGHOFEN

, 13.05.2014 / Lesedauer: 3 min
Dortmunder Schriftsteller Jörg Albrecht darf Abu Dhabi verlassen

Der Dortmunder Schriftsteller Jörg Albrecht sitzt seit fast zwei Wochen im arabischen Emirat Abu Dhabi fest.

Als Gast der Buchmesse Abu Dhabi war Albrecht am 1. Mai in das Emirat gereist. Bei einem Spaziergang in der Umgebung seines Hotels fotografierte er mit seinem Tablet eine Straße. Nach eigener Aussage nicht wissend, dass sich in dieser die Botschaften des Iran und Irak befinden. Aufnahmen solcher Gebäude sind in Abu Dhabi strafbar – wovor das Auswärtige Amt in seinen Reisehinweisen ausdrücklich warnt. Wenige Minuten nach den Fotos wurde Jörg Albrecht von der Geheimpolizei festgenommen und drei Tage lang vernommen – ohne anwaltlichen Beistand, wie er berichtet.

Erst nach über 30 Stunden habe er Kontakt zu Verlags- und Schriftstellerkollegen aufnehmen können, die mit ihm zu der Buchmesse gereist waren. Die Deutsche Botschaft und Vertreter der Messe setzten sich für seine Freilassung gegen Zahlung einer Kaution ein. In einem

, dass „Zeit online“ mit dem 32-Jährigen am Montagmittag geführt hat, spricht Albrecht von einer Situation, „die Angst macht“ und bittet um Hilfe von außen. Seine Familie erfuhr erst am vergangenen Wochenende von dem Drama. Am Sonntagabend hatten seine Eltern Dr. Matthias Albrecht und Inge Albrecht-Winterhoff endlich wieder Kontakt zu ihrem Sohn. „Das Verfahren ist eingestellt, es ist ausgeschlossen, dass er länger in Haft muss“, sagt Matthias Albrecht. Jörg Albrecht befindet sich in einem Hotel, es gehe ihm den Umständen entsprechend gut. Dennoch gebe es keine Prognose, wann er zurück nach Deutschland darf.

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