Dortmunderin wird beinahe Opfer einer Immobilien-Abzocke

Betrugsmasche

Das Angebot war zu schön, um wahr zu sein: 215.000 Euro für eine 145 Quadratmeter große Wohnung in Brünninghausen. Fast wäre Dunja Achy auf diese betrügerische Anzeige im Internet hereingefallen. Doch ihr gesunder Menschenverstand bewahrte sie am Ende vor dem bösen Erwachen.

BRÜNNINGHAUSEN

, 06.03.2015, 04:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dortmunderin wird beinahe Opfer einer Immobilien-Abzocke

Täglich 250 Mal werden dem Portal Immobilienscout24 betrügerische Anzeigen gemeldet. Jetzt wurde eine Dortmunderin fast Opfer einer Betrugsmasche.

Die Dortmunderin Dunja Achy (43) war auf der Suche nach einer Wohnung im Dortmunder Süden und stieß auf eine Anzeige des Portals Immobilienscout24.de. Wie sich später herausstellen wird, ist die Anzeige gefälscht. Betrüger nutzen die Masche, um über Vorzahlungen an Geld zu kommen. Hier klären wir die wichtigsten Fragen:

Wie gehen Betrüger bei ihrer Masche vor?

Die Masche ist oft ähnlich: Es wird eine Immobilie zu einem sehr günstigen Preis angeboten. Im Laufe der  Kommunikation zwischen Interessenten und scheinbarem Inhaber wird behauptet, eine Besichtigung sei nicht möglich. Was dann folgt, ist der Vorschlag einer Schlüsselübergabe gegen eine Kautionszahlung. Das Perfide: Die Anzeigen, die sich oftmals auf Immobilienportalen im Internet befinden, werden von echten Anzeigen kopiert. Überweist ein Interessent das Geld, landet es auf einem fremden Konto und ist futsch.

Wie erkennt man betrügerische Immobilien-Anzeigen?

Die Polizei rät Nutzern von Immobilienportalen, bei der Wohnungs- oder Haussuche stets mit gesundem Menschenverstand und einer Portion Skepsis heranzugehen. „Angebote, die zu schön sind, um wahr zu sein, und solche, die eine Vorzahlung verlangen, sind nicht seriös“, sagt Polizeipressesprecher Kim Ben Freigang.

Welche Möglichkeiten haben User, wenn Sie einem Betrüger auf die Schliche kommen?

User haben die Möglichkeit, unseriös erscheinende Angebote dem Kundenservice zu melden oder gegebenenfalls den Button "Melden" im Inserat zu betätigen. In jedem Fall sollte die Polizei benachrichtigt werden.

Wie gehen Immobilien-Portale und Polizei im Internet gegen die Betrüger vor?

Um Nutzer zu schützen, haben Portale wie Immobilienscout24.de verschiedene Filter und Abfragen installiert, mit denen neu eingestellte Objekte überprüft werden. Verdächtige Objekte können damit in der Regel innerhalb kürzester Zeit identifiziert werden. Pro Tag erhält Immobilienscout 24 rund 250 Meldungen zu Betrugsanzeigen. Die Dortmunder Polizei geht im Rahmen ihrer Möglichkeiten gegen die Internet-Betrüger vor, betont aber gleichzeitig, dass es oft nicht einfach sei, solche Delikte aufzuklären.

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