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Dr. Michael Kohlmann sammelt im Solidarfonds Geld für Bedürftige

Unterstützung von Stars

Im Arbeitszimmer von Dr. Michael Kohlmann hängen zahllose Fotos von Scheckübergaben und öffentlichen Auftritten. Der Wittener steht dabei an der Seite der Stars, die er für den Dienst an der guten Sache eingespannt hat. Genauer gesagt für den Solidarfonds, den Kohlmann 1989 gegründet hat.

INNENSTADT

von Von Susanne Linka

, 02.07.2011 / Lesedauer: 3 min
Dr. Michael Kohlmann sammelt im Solidarfonds Geld für Bedürftige

In diesem Jahr stand Dr. Michael Kohlmann bei der Preisverleihung des Fonds an seine Unterstützer erstmals im heimischen Saalbau auf der Bühne.

Das ließ dem damaligen Arbeitsamtsleiter privat keine Ruhe: „Arbeit ist soviel mehr als nur Geldverdienen“, betont er. Sie sei wichtig für das Selbstwertgefühl. Oft genug hatte er beruflich mit ansehen müssen, wie nach Entlassungen plötzlich das „Geschäftsmodell ganzer Familien“ zusammenbrach, ihre Lebensgrundlagen zerstört wurden. Da er von seinem Amtssessel aus so manchem Projekt z.B. die dringend benötigten Sachmittelkosten nicht zur Verfügung stellen konnte, ging Kohlmann „Klinken putzen“ bei Unternehmen. „In zwei Monaten hatte ich 100 000 DM zusammen.“ Sein Solidarfonds war geboren. Er sprang dort ein, wo der Staat Lücken ließ.

Die erste Solidarfonds-Party sammelte Geld durch den Verkauf von Tombola-Losen. Heute sind es neben Spenden vor allem die Eintrittsgelder zu den beliebten und regelmäßig stattfindenden Schlagerpartys, welche die Benefizaktionen des Solidarfonds finanzieren. Die Stars treten dort unentgeltlich auf. Seit 2009 engagieren sie sich für eine gemeinnützige Stiftung, denn der Fonds wurde vor zwei Jahren in diese Rechtsform umgewandelt. Ihr Vorstandsvorsitzender ist Michael Kohlmann. „Im letzten Jahr haben wir über 150 000 Euro ausgeschüttet“, kann der Wittener bilanzieren. Enorm, was da aufgebaut wurde, weil der Arbeitsamtsleiter nach Feierabend seine Hände nicht einfach in den Schoß gelegt hat. Doch das hört Michael Kohlmann nicht gern: „Das machen doch andere auch.“

Vielmehr verweist er darauf, dass die ortsansässigen Castroper Zeitungen, die er alle mit in sein Solidarfonds-Boot geholt hat, ihm eine große Hilfe waren. Dass ihm das gelungen sei, habe Wolfgang Clement einmal einen genialen Schachzug genannt. „Auch die Ruhr Nachrichten gehören zu den Schirmherren und haben durch ihre Veröffentlichungen immer wieder dazu beigetragen, dass unsere Aktionen und Hilfen überhaupt bekannt geworden sind“, weiß Kohlmann diese Bedeutung der Tageszeitung ausdrücklich zu schätzen.